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Cyrillus von Alexandrien († 444)
Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist [Alte Version]
(Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

1.1

Die Söhne von Ärzten kennen Vorbeugungsmittel gegen die Krankheiten, indem sie durch die Kunst den drohenden Schaden abwehren und durch die Mischung der verschiedenen Arzneien die Bösartigkeit der Übel überwinden; es sehen auch Steuermänner, durch die Erfahrung geleitet, oft die Veränderungen der Winde voraus, und durch Anwendung der dem Bedürfniß entsprechenden Vorsicht erhalten sie mit der Hilfe Gottes das Fahrzeug frei vom Schiffbruch; eine gleiche Vorsorge trägt Gott für unsere Seelen und sagt uns daher die Gefahr der Versuchungen voraus, damit wir durch die Kenntniß des Schadens vor der Erfahrung der Gefahr derselben sicher entfliehen. Denn er weiß Alles, bevor es geschieht, 2 indem er nicht durch Muthmaßung wie Jene das Nützliche erschließt, sondern durch göttliches Vorherwissen das Künftige kennt; so hat er uns auch die Strafen des Gerichtes vor der Zeit gezeigt, damit wir, durch die Furcht vor den Übeln belehrt der Bestrafung mit denselben leicht entgehen. Nicht minder aber hat er zu dem Anderen hinzu auch Dieß vorausgesagt, 3 daß falsche Christus und falsche Lehrer kommen werden, welche verderbliche Ketzereien einführen werden, indem sie unseren alleinigen Meister und Herrn Jesum Christum verläugnen, und daß Viele ihren Zügellosigkeiten folgen werden, durch welche die Ehre der Wahrheit werde gelästert werden, damit wir, wenn Dieses herankommt, uns keineswegs täuschen lassen und ihren verderblichen Lehren nachgeben.

1: Diese Abhandlung wurde zuerst von Angelo Mai (nova bibl. patrum tom. II.) aus zwei römischen Handschriften herausgegeben, der griechische Urtext steht auch in Migne, bibl. patrologia graeca tom. 76 pag. 255 sqq.
2: Dan. 13, 42.
3: Matth. 24, 24.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger