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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist [Alte Version] (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

8.

Denn von den Propheten und von Christus redend lehrte uns Paulus den unvergleichlichen Unterschied Dieses von jenen, Dessen nämlich, von dem es heißt, er sei gesalbt worden; denn Diesen nannte er Sohn und Abglanz des Vaters und Ebenbild seines Wesens, jene aber Propheten; und es ist merkwürdig, daß unter so viel Erhabenem auch er der Salbung erwähnte. Denn „nachdem Gott vordem,“ sagt er, 1 „vielfach und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch seinen Sohn, den er zum Erben von Allem gesetzt, durch den er auch Welten erschaffen hat, welcher, da er Abglanz seiner Herrlichkeit und Ebenbild seines Wesens ist und Alles trägt durch das Wort seiner Kraft, nachdem er die Reinigung von den Sünden vollbracht hat, sitzet zur Rechten der Herrlichkeit in der Höhe.“ Und kurz darauf sagt er: 2 „Und zu [von] den Engeln sagt er [der Psalmist]: Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zur Feuerflamme, zum Sohne aber: Dein Thron, o Gott, steht in alle Ewigkeit; ein Scepter der Gerechtigkeit ist das Scepter deines Reiches; du liebest das Recht und hassest das Unrecht; darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit dem Öl des Frohlockens vor deinen Genossen.“ Siehst du, wie bei Christus der Begriff der Einwohnung ganz fremd ist? Wenn sie aber sagen, hier sei die Einwohnung nicht so wie bei den Heiligen, sondern einigungsweise sei das Wort zu dem aus der Jungfrau gebornen Menschen hinzugekommen, so kann man nach der Geburt von einer wahren Einigung nicht reden, sondern nur von einer solchen durch Gnade und Theilnehmung an Gott, wie sie wieder bei den Heiligen stattfand.

1: Hebr. 1, 1—3.
2: Hebr. 1, 7—9.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger