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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist [Alte Version] (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

3.

Aber nicht so haben uns die Apostel das rechte Evangelium verkündet, sondern einen und denselben Chri- stus haben sie uns als Gott zugleich und Menschen überliefert, und Das lehrt deutlich der gottgelehrte Johannes im Evangelium, da er sagt: 1 „Im Anfange war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort,“ und hernach beifügt: 2 „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ Und der Gottesherold Paulus schreibt an die Hebräer: 3 „Da nun die Kinder an Blut und Fleisch Theil haben, hat auch er an ihnen Theil genommen.“ Hörst du, wie der Eine gesagt hat, das Wort sei Fleisch geworden, der Andere aber wieder, es habe daran Theil genommen? Wenn aber Jesus ein vom Weibe geborner Mensch wäre, hernach aber die Herabkunft des Wortes auf ihn stattgefunden hätte, dann müßten, wie gesagt, zwei Anerkennungen und zwar gewiß in völlig getrennter Weise sich finden. Nun aber, da die heilige Schrift sowohl das naturgemäß auf die Gottheit Passende als das der Natur des Menschen Angemessene gemeinsam aussagt, wird die Heilsordnung der Einheit rein gefunden. Da du also den Apostel sagen hörst: 4 „Erwartend die selige Hoffnung und die Offenbarung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesu Christi,“ erröthest du nicht, Jesum vom Worte zu trennen? Denn er sagte nicht: des großen Gottes in Jesu Christo, sondern den Nämlichen verkündete er als Gott und Jesus; darum sprach er auch nur von einer Offenbarung.

1: Joh. 1, 1.
2: Joh. 1, 14.
3: Hebr. 2, 14.
4: Tit. 2, 13.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger