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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist [Alte Version] (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

12.

Aber siehe, sagen sie, der Apostel bekennt ihn deutlich als einen Menschen; denn im Briefe an Timotheus sagt er so: 1 „Der Mensch Christus Jesus.“ Indem sie aber Dieses sagen, scheinen sie den Sinn der Einfältigen zu verwirren. Denn wenn Einer mit Verstand auf den apostolischen Ausspruch aufmerkt, so wird er sie gerade durch diesen Ausspruch der Gottlosigkeit überführen. Aber wir wollen den Ausdruck nicht so zuschneiden [verstümmeln], sondern wenn wir uns ein Bischen des Vorausgehenden erinnern, werden wir daraus das richtige Bekenntniß der Heilsordnung [Menschwerdung] erkennen. Was also sagt der selige Paulus? „Einer ist Gott“ sagt er vom Vater und, mag sein, vom Sohne, „Einer auch Mittler Gottes und der Menschen“. Denn wenn er, sagt er, auch Mensch geworden ist, so dürfen wir ihn doch nicht als Zwei betrachten; denn wie das Wort vor der Menschwerdung Gott war, so ist es auch als Mensch geworden und als Mittler und in der Menschennatur wieder Eines. Darum nämlich nannte er ihn Mittler Gottes und der Menschen, als aus beiden Wesenheiten einer seiend; denn der Mittler zwischen Zweien hat gewiß an Beiden Theil. Er ist also Mittler Gottes, weil er von derselben Wesenheit ist mit dem Vater; er ist aber wieder auch Mittler der Menschen, weil er auch der Menschennatur vollständig theilhaftig ist ohne die Sünde. Wenn er ihn also „Mensch Christus Jesus“ nennt, so sollen sie deßhalb keinen Anstoß nehmen, sondern bedenken, daß er auch Herr und Gott genannt werde, nebst Dem, daß er ihn auch wieder Christum und Jesum nennt. Sie sollen nämlich den Apostel selbst deutlich Dieses also verkünden hören: „Erwartend,“ sagt er, 2 „die selige Hoffnung und die Offenbarung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat.“

1: I. Tim. 2, 5.
2: Tit. 2, 13.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger