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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist [Alte Version] (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

11.

Denn Dieses und Dergleichen gilt gemeinsam von Allen, welche den Schafstall der Gottseligkeit zu zerstreuen suchen, wie denn auch das Ende der vorgenannten Ketzereien gezeigt hat. Denn was hat der gottlose Irrthum des Arius genützt, und was die Verkehrtheit des Eunomius und Derer, die den heiligen Geist lästerten, und des Paul von Samosata und des Apollinaris? Denn alle Diese haben auch jetzt ein schmähliches Ende genommen und wurden aus dem Gehege der Kirche ausgestoßen und werden aus der Kirche der Erstgebornen im Himmel hinausgeworfen werden. Denn sie sind vertilgt aus dem Buche der Lebendigen, 1 und zu den Gerechten werden sie nicht geschrieben werden. Dasselbe Ende aber erwartet auch Diese, wenn sie nicht schleunig ihren Unverstand einsehen und dahin zurückzukehren sich beeilen, wovon sie abfielen, und besonders die Führer der Verkehrtheit. Denn fast wird auch von ihnen ein Jeder von dem Heilande hören: 2 „Wie ein von Blut besudelter Mantel nicht rein sein wird, so wirst auch du nicht rein sein, weil du mein Land verwüstet und mein Volk getödtet hast; du wirst nicht bleiben auf ewige Zeit.“ Wir aber, die wir unseren Glauben auf den unzerstörbaren Fels fest gebaut haben, wollen die Gottesfurcht bis an’s Ende bewahren und uns nicht von den Gegnern verwirren lassen, sondern mit der Liebe zum Herrn als einer unüberwindlichen Waffe ausgerüstet wollen wir allzeit in ihm uns rühmen, die Worte des Propheten sprechend und die Armseligkeit der Gegner verlachend: 3 „Mit uns ist Gott; wisset es, ihr Völker, und werdet überwunden, ihr Mächtigen werdet überwunden; und wenn ihr wieder mächtig werdet, werdet ihr wieder überwunden werden! Und wenn ihr Rath schlaget, wird eueren Rath der Herr zerstören, und das Wort, das ihr redet, wird nicht bleiben in euch; denn mit uns ist Gott, der Herr.“

1: Ps. 68, 20.
2: Is. 14, 19.
3: Is. 8, 8—10.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger