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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist [Alte Version] (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

2.

Die Vorhersagung aber hat sich wirklich erfüllt; denn viele Ketzereien haben sich im Laufe der Zeit gegen die Kirche Gottes erhoben, mit vielfachen Versuchen, den rechten Glauben aufzulösen, von welchen die eine das Wort Gottes für der väterlichen Wesenheit völlig fremd zu erklären sich erkühnte, eine andere die Würde des heiligen Geistes nicht anerkannte, eine andere die Wahrheit der Menschwerdung des Wortes läugnete; zuletzt aber ist gleichsam als Hefe aller Übel die jetzige Lästerung aufgetaucht, mit der Behauptung, das Wort sei nicht Mensch geworden, sondern habe in einem vom Weibe gebornen Menschen gewohnt, so daß nun dadurch der eine Christus in zwei getheilt wird, in Gott nämlich und einen Menschen; das ist aber der apostolischen Lehre fremd und vielmehr eine Erfindung teuflischen Anschlages. Denn daß das Wort Gottes in der Vollendung der Zeiten Mensch geworden sei, verkündet uns das göttliche Wort, 1 nicht indem es sich in die Natur eines Menschen verwandelte, sondern diese in sich aufnahm; denn unwandelbar ist es und unveränderlich. Wenn aber, wie Jene sagen, auf einen vom Weibe gebornen Menschen die göttliche Herabkunft geschah, so geschah Das auch an allen Propheten; es müßte also, wenn es so wäre, in der heiligen Schrift die Anerkennung eines Jeden getrennt für sich gefunden und der Eine besonders für sich als Wort Gottes besungen, der Andere aber als Mensch und Einer der Unsrigen mit den einem Menschen geziemenden Worten gepriesen werden.

1: Hebr. 9, 26.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger