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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift an Kaiser Constantius (Apologia ad Constantium)

7.

Aber ist es nicht Wahnsinn, daß der Ankläger auch nur so einen Verdacht schöpft? Was hätte mich denn auch verleitet, auf ihn ein Vertrauen zu setzen? Was sah ich in [S. 183] seiner Gesinnung, das mir hätte Zuversicht einflößen können? Daß er seinen Herrn tödtete, treulos gegen seine Freunde war, die Eide brach, keine Frömmigkeit gegen Gott zeigte, Beschwörer und Zauberer gegen das Gericht Gottes herbeizog? Mit welchem Bewußtsein hätte ich ihm meinen Gruß entboten, dessen Wahnsinn und Grausamkeit nicht mich allein, sondern unsern ganzen Erdkreis betrübt hat? Großen und reichlichen Dank war ich ihm wahrlich deßhalb schuldig, weil Dein seliger Bruder die Kirchen mit Weihgeschenken füllte, er aber ihn, der sie sendete, getödtet hat! Und weder flößte dieser Anblick dem Verruchten irgend eine Scheu ein, noch hat die dem Seligen durch die Taufe verliehene Gnade ihm Furcht eingeflößt. Vielmehr wüthete er gegen ihn wie ein verfolgender teuflischer Dämon. Den Seligen hat nun Dieß zum Martyrium geführt. Jener aber wurde gleich einem Gefangenen und wie Kain seufzend und zitternd verfolgt, um den Judas, indem er sein eigener Henker wurde, auch im Tode nachzuahmen1 und im bevorstehenden Gericht eine doppelte Strafe auf sich herabzuziehen.

1: Magnentius tödtete sich selbst in Lyon im August 353.

 

 

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Einleitende Notizen zur Schutzschrift an Kaiser Constantius
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger