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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift an Kaiser Constantius (Apologia ad Constantium)

29.

Obschon nun diese Gerüchte in Umlauf waren und alle Dinge zu oberst und unterst gekehrt waren, so stand ich gleichwohl von meinem Vorhaben nicht ab, sondern setzte meine Reise zu Deiner Gottesfurcht fort. Und ich that Dieß um so lieber, weil ich zuversichtlich glaubte, daß das gegen den Willen Deiner Gottesfurcht geschah und, wenn Deine Menschenfreundlichkeit von dem Vorgefallenen Kenntniß erhielte, sie für die Zukunft dergleichen verhindern würde. Denn es könne ja ein gottesfürchtiger Kaiser nicht wollen, daß Bischöfe verbannt, Jungfrauen entblößt oder überhaupt Kirchen in Verwirrung gesetzt werden. Aber während uns das im Sinne lag und wir die Reise fortsetzten, sieh, da kam uns noch eine dritte Nachricht zu, es sei den Tyrannen in Auxumis der schriftliche Auftrag zugegangen, den Bischof Frumentius von Auxumis von dort abzuführen und nach mir bis ins Land der Barbaren zu forschen und mich zu den sogenannten Commentarien1 der Eparchen zu senden, und es würden alle Laien und Kleriker gezwungen, mit der arianischen Häresie in Gemeinschaft zu [S. 205] treten, und die Widerspenstigen würden getödtet. Daß aber das nicht bloß ein ausgesprengtes Gerücht war, sondern durch die That selbst bestätigt wurde, ersieh, wenn Deiner Menschenfreundlichkeit es genehm ist, auch aus diesem Briefe. Denn diesen haben sie beständig vorgelesen und Jedermann mit dem Tode bedroht.

1: Vgl. Schutzschrift gegen die Arianer K. 8 Num. 3.

 

 

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Einleitende Notizen zur Schutzschrift an Kaiser Constantius
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger