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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift an Kaiser Constantius (Apologia ad Constantium)

13.

Deßhalb herrscht allenthalben in den Kirchen Verwirrung. Sie haben Vorwände ersonnen, und so viele und darunter hochbejahrte Bischöfe wurden verbannt, weil sie mit mir in Gemeinschaft standen. Und wenn nun das so weit gedieh, so hatten wir einigermaßen gute Hoffnung. Denn Du bist von menschenfreundlicher Gesinnung. Damit [S. 188] aber das Unheil nicht auch weiterhin fortschreite, möge bei Dir die Wahrheit die Oberhand erlangen. Laß auch nicht den Verdacht gegen die ganze Kirche aufkommen, als ob die Christen und zumal die Bischöfe solche Dinge beschlößen und schrieben. Oder wenn Du nicht untersuchen willst, so ist es billig, daß wir mehr Glauben finden, die wir uns vertheidigen, als die Verleumder. Denn diese handeln als Feinde in böser Gesinnung; wir aber, die wir in der Abwehr sind, bringen die Beweise. Besonders nimmt mich Wunder, daß, während wir mit Ehrfurcht reden, Jene so unverschämt waren, sogar den Kaiser anzulügen. Aber untersuche um der Wahrheit willen und, wie geschrieben steht, forsche forschend in unserer Gegenwart, auf welchen Grund hin sie das sagen, oder wo der Brief gefunden wurde. Aber es wird sich weder bei Einem der Unsrigen nachweisen lassen, noch wird es Einer von den Leuten jenes Mannes sagen können. Denn es ist eine Erfindung. Aber man soll vielleicht nicht weiter nachforschen. Denn sie wollen es ja nicht, damit nicht der, welcher den Brief geschrieben hat, nothwendig entdeckt werde. Es kennen ihn nämlich die Verleumder allein und sonst Niemand.

 

 

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Einleitende Notizen zur Schutzschrift an Kaiser Constantius
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger