Titel newsletter aktuell suche Titel werke start
Leo der Grosse († 461) - Sämtliche Sermonen (Sermones)
Sermo XXI-XXX: Zehn Predigten am Geburtsfeste unseres Herrn Jesu Christi.
Sermo XXIX. 9. Predigt auf Weihnachten.

3.

Durch Gottes unbeschreibliche Gnade wurde der aus gläubigen Völkern bestehenden Kirche zuteil, was die Synagoge der fleischlich gesinnten Juden nicht verdiente. Sagt doch David: "Kundgetan hat der Herr sein Heil: vor den Augen der Völker offenbarte er seine Gerechtigkeit"Ps 97,2 . In ähnlicher Weise erhebt Isaias seine Stimme: "Das Volk, das im Finstern saß, sah ein großes Licht: denen, die im Lande des Todesschattens wohnten, ist ein Licht aufgegangen"Is 9,2; Mt 4,16 . Und an einer anderen Stelle: "Die Heiden, die dich nicht kannten, werden dich anrufen, und Völker, die von dir nichts wußten, werden zu dir ihre Zuflucht nehmen"Is 55,,5LXX . Laßt uns darum am Tage unseres Heils frohlocken, da auch wir durch das Neue Testament mit d e m vereint wurden, zu dem der Vater durch den Mund des Propheten spricht: "Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Fordere von mir und ich gebe dir die Heiden zu deinem Erbe und zu deinem Eigentume die Grenzen der Erde!"Ps 2,7.f.Vgl. Apg 13,33; Hebr 1,5 . Rühmen wollen wir uns in der Barmherzigkeit dessen, der uns zu seinen Kindern machte! "Habt ihr ja, wie der Apostel sagt, "nicht den Geist der Knechtschaft empfangen, um euch wiederum zu fürchten, sondern den Geist der Kindschaft, in dem wir rufen: Abba, Vater"Röm 8,15, Vgl. 2 Tim 1,7; Gal 4,5 . Recht und billig also ist es, daß von den angenommenen Kindern der Wille des sie adoptierenden Vaters erfüllt wird. Und da der Apostel sagt: "Wenn wir mit ihm leiden, werden wir auch mit ihm verherrlicht werden"Röm 8,17 , so mögen sich diejenigen seine Demut zu eigen machen, die mit dem, "der kommen soll", seine Herrlichkeit teilen!vgl. Röm 8,18 . Ehren soll man den Herrn in seiner Kindheit und nicht seine Menschwerdung, sein leibliches Wachstum zum Anlaß nehmen, seine Gottheit zu lästern! Hat doch unsere Natur der seinen, die unwandelbar ist, weder etwas hinzugefügt noch etwas genommen. Nein, er, der sich herabließ, in einem Fleische, das dem der Sünde ganz ähnlich war, dieselbe Gestalt wie der Mensch anzunehmen, ist in der Einheit seines göttlichen Wesens gleich dem Vater . Mit diesem und dem Heiligen Geiste lebt und waltet er in Ewigkeit. Amen.

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis

Navigation
Sermo I-V: Dankrede ...
Sermo VI-XI: Sechs ...
Sermo XII-XX: Neun ...
Sermo XXI-XXX: Zehn ...
. Sermo XXI. 1. Predigt ...
. Sermo XXII. 2. Predigt ...
. Sermo XXIII. 3. Predigt ...
. Sermo XXIV. 4. Predigt ...
. Sermo XXV. 5. Predigt ...
. Sermo XXVI. 6. Predigt ...
. Sermo XXVII. 7. Predigt ...
. Sermo XXVIII. 8. Predigt ...
. Sermo XXIX. 9. Predigt ...
. . 1.
. . 2.
. . 3.
. Sermo XXX. 10. Predigt ...
Sermo XXXI-XXXVIII: ...
Sermo XXXIX-L: Zwölf ...
Sermo LI: Homilie übe...
Sermo LII-LXX: Neunzehn ...
Sermo LXXI-LXXII: Zwei...
Sermo LXXIII-LXXIV: ...
Sermo LXXV-LXXVII: ...
Sermo LXXVIII-LXXXI: ...
Sermo LXXXII-LXXXV: ...
Sermo LXXXVI-XCIV: ...
Sermo XCV-XCVI: Homilie ...

Titel Top Back Next
 
Kontakt: Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg
Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger