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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

84.

Indem sie Dieß und Ähnliches trieben, verriethen sie auch bald die Ursache, warum sie das thaten. Denn sie gingen fort und führten die Arianer mit sich nach [S. 161] Jerusalem und nahmen sie dort in die Gemeinschaft auf, indem sie in Betreff derselben einen Brief schrieben, von dem ein Theil von Anfang an also lautet

Die heilige Synode, die in Jerusalem durch die Gnade Gottes versammelt ist, der Kirche Gottes in Alexandria und den Bischöfen, Priestern und Diakonen in ganz Ägypten, Thebais, Libyen, Pentapolis und auf dem ganzen Erdkreis Gruß im Herrn.

„Uns allen, die wir aus den verschiedenen Eparchieen an dem nämlichen Orte zur großen Festversammlung uns eingefunden haben, die wir zur Einweihung des Martyriums des Heilandes,1 das durch den Eifer des gottesfürchtigen Kaisers Constantin dem König der Welt, Gott und seinem Gesalbten, errichtet worden ist, veranstaltet haben, hat die Gnade Gottes große Freude bereitet. Der gottesfürchtigste Kaiser Canstantin selbst aber mahnte uns durch ein persönliches Schreiben, was wir zu thun hätten, indem er aus der Kirche Gottes jede Mißgunst verscheuchen und allen Neid weit weg verbannen wollte, durch den die Glieder Gottes früher getrennt waren, daß wir nämlich mit einfältigem und friedfertigem Herzen die Arianer aufnehmen sollten, die seit einiger Zeit die gegen das Gute feindselige Mißgunst aus der Kirche ausgeschlossen hielt. Der gottesfürchtige Kaiser bezeugte den Männern durch seinen Brief ihre Rechtgläubigkeit, die er auf gestellte Frage durch ihr lebendiges Wort mit eigenen Ohren vernahm, ihr seinen Beifall gab und uns von derselben überzeugte. Denn er fügte das rechte [S. 162] Gaubensbekenntniß der Männer schriftlich seinem Briefe an.“

1: Diesen Namen führte eine großartige prachtvolle Kirche, die Constantin an der Stelle erbauen ließ, wo der Herr gekreuzigt wurde. Näheren Aufschluß kann man finden in der Schrift: Die Bauten Constantins über dem heiligen Grabe, von Dr. Peter Schegg, Freising 1867.

 

 

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Einleitende Notizen: Schutzschrift gegen die Arianer
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger