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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

78.

Wir glauben, daß die von Eusebius, Theognius, [S. 155] Maris, Narcissus, Theodor und Patrophilus gegen uns geschmiedeten Ränke nicht mehr unbekannt seien. Denn schon Anfangs protestirten wir insgesammt durch unsern Amtsgenossen Athanasius dagegen, daß in ihrer Gegenwart das Verhör stattfinde. Denn wir wußten, daß auch die Anwesenheit eines einzigen Feindes, geschweige denn vieler, das Verhör verwirren und beeinflussen könne. Denn offenkundig ist ihre Feindschaft, die sie nicht nur auf uns, sondern auf alle Rechtgläubigen geworfen haben, da sie auf Alle losstürzen und gegen Alle Ränke schmieden. Da wir aber im Vertrauen auf die Wahrheit die von den Melitianern gegen die Kirche geschmiedeten Ränke nachweisen wollen, so wissen wir nicht, warum die Eusebianer gegen unsere Aussagen Wirren zu stiften suchten und sich gar sehr bemühten, unsere Aussagen sich vom Halse zu schaffen, indem sie den redlichen Richtern drohten, andere mißhandelten, nur um an uns ihre Absicht zu erreichen; und vielleicht kannte deine Güte die gegen uns geschmiedeten Ränke nicht. Jetzt aber, glauben wir, sind sie ans Licht gekommen. Denn sieh, deutlich haben sie selbst ihre Ränke verrathen. Denn sie wollten aus ihrer Mitte verdächtige Männer nach der Mareotis schicken, um, während wir abwesend waren und hier zurückblieben, das Volk in Verwirrung zu bringen und alles Beliebige durchzusetzen. Denn da sie wußten, daß die Ariomaniten, Kolluthianer und Melitianer Feinde der Kirche sind, so drangen sie deßhalb darauf, daß diese abgesendet würden, damit sie, wenn die Feinde anwesend wären, alles Beliebige gegen uns anzetteln könnten. Denn die hiesigen Melitianer sendeten bereits Einige aus ihrer Mitte ab, und vor vier Tagen ließen sie, da sie wußten, daß diese Untersuchung vor sich gehen würde, Abends zwei berittene Couriere abgehen, um Melitianer aus Ägypten nach der Mareotis zu bringen, weil sich daselbst kein einziger befand, sowie Kolluthianer und Ariomaniten aus andern Gegenden, und sie aufzufordern, gegen uns Ränke zu schmieden. Es ist ja deiner Güte bekannt, daß er selbst in deiner Gegenwart eingestand, daß nur sieben Personen mit ihm Gemeinschaft [S. 156] hätten. Da wir also, nachdem sie alles Beliebige angeordnet und verdächtige Leute abgesendet hatten, vernahmen, daß sie zu jedem einzelnen Bischof kommen und zur Unterschrift auffordern, damit es den Anschein gewinne, als wäre es nach ihrem einstimmigen Beschluß geschehen, so fühlten wir uns deßhalb gedrängt, an deine Durchlaucht (λαμπρότητα [lamprotēta]) uns zu wenden und dir dieses Zeugniß zu übergeben. Wir bezeugen also, daß sie gegen uns intriguiren, und daß wir von ihnen und durch sie Verfolgung zu leiden haben, und wir bitten dich, daß du, indem du die Furcht Gottes und die frommen Aufträge des gottesfürchtigsten Kaisers vor Augen hast, in Erwägung, daß sie ohne uns schickten, welche es ihnen zu schicken beliebte, ihnen nicht willfahrest.

Ich Bischof Adamantius habe es übergeben. Ischyras, Ammon, Petrus, Ammonian, Tyrannus, Taurinus, Sarapammon, Ailurion, Harpokration, Moses, Optatus, Anubion, Saprion, Apollonius, Ischyrion, Arbäthion, Potamon, Paphnutius, Heraklides, Theodor, Agathammon, Cajus, Pistus, Athas, Nikon, Pelagius, Theon, Paninuthus, Nonnus, Ariston, Theodorus, Irenäus, Blastammon, Philippus, Apollos, Dioskorus, Timotheus von Diospolis, Makarius, Heraklammon, Kronius, Muis, Jakobus, Ariston, Artemidor, Phinees, Psais, Heraklides.

Und noch einmal die Nämlichen.

An Flavius Dionysius, den erlauchtesten Comes, die aus Ägypten nach Tyrus gekommenen Bischöfe der katholischen Kirche.

 

 

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Einleitende Notizen: Schutzschrift gegen die Arianer
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger