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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

76.

Theognius, Maris, Macedonius, Theodor, Ursacius uud Valens, als Abgesandte sämmtlicher in Tyrus versammelten Bischöfe, kamen in unsere Diöcese und sagten, sie hätten Auftrag erhalten, gewisse kirchliche Angelegenheiten zu untersuchen, wobei sie auch von einem zerbrochenen Kelche des Herrn sprachen, von dem ihnen Ischyras Mittheliung gemacht hatte, den sie mit sich führten, der sich für einen Priester ausgibt, aber kein Priester ist. Denn er wurde von dem Priester Kolluthus geweiht, der sich die bischöfliche Würde anmaßte und später von der gemeinsamen Synode des Hosius und der mit ihm vereinigten Bischöfe wieder in die Stellung eines Priesters versetzt wurde, wie er es zuvor [S. 152] war. Dem zufolge wurden alle von Kolluthus Geweihten wieder in den nämlichen Rang versetzt, den sie zuvor eingenommen hatten, so daß auch Ischyras wieder als Laie galt. Und die Kirche, die er zu haben vorgibt, war nie eine Kirche, sondern ein kleines Wohnhaus eines Waisenknaben, Namens Ision. Und deßhalb nun legen wir dieses Zeugniß ab und beschwören dich bei dem allmächtigen Gotte und bei unsern Gebietern, dem Kaiser Constantin und seinen Söhnen, den erlauchtesten Cäsaren, daß du eben Dieß ihrer Frömmigkeit zu wissen machest. Denn er ist weder ein Priester der katholischen Kirche, noch hat er eine Kirche, noch wurde jemals ein Kelch zerbrochen, sondern Das alles lügt und erfindet er. Unter dem Consulate des Julius Constantius, des erlauchtesten Patriciers, des Bruders des gottesfürchtigen Kaisers Constantin Augustus, und des Rufinus Albinus, der erlauchtesten Männer, am zehnten Thoth (7. Sept.). So viel die Priester.

 

 

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Einleitende Notizen: Schutzschrift gegen die Arianer
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger