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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

7.

Aber obschon er solche Dinge auf seinem Gewissen hatte, hat er es doch gewagt, die Einsetzung des Athanasius, die bei Allen ein gutes Zeugniß hat, anzugreifen, und wagt es, ihm die Absetzung vorzuwerfen, und ist doch selbst abgesetzt worden, wie die statt seiner vorgenommene Einsetzung bezeugt. Wie konnten nun er oder Theognius einen Andern absetzen, da sie selbst abgesetzt worden sind und durch die statt ihrer vorgenommenen Einsetzungen überführt werden? Denn es ist euch wohl bekannt, daß Amphion in Nikomedien, Chrestus in Nicäa statt ihrer sowohl wegen ihrer eigenen Gottlosigkeit eingesetzt wurden, als auch wegen ihrer Gemeinschaft mit den von der ökumenischen Synode verurtheilten Ariomaniten. Und indem sie jene wahre Synode ausser Kraft setzen wollen, bemühen sie sich, ihrer eigenen rechtswidrigen Zusammenrottirung den Namen einer Synode zu verschaffen, und indem sie die Beschlüsse der ersteren nicht gelten lassen wollen, verlangen sie, daß ihre eigenen Beschlüsse gelten, und reden von einer Synode, da sie einer so großen Synode nicht gehorchen. In dieser Weise haben sie sich nicht um eine Synode gekümmert, sondern sie geben [S. 62] sich den Anschein, als ob sie sich darum kümmerten, um die Rechtgläubigen aus dem Wege zu schaffen und die von der wahren und großen Synode gegen die Arianer gefaßten Beschlüsse umzustoßen. Indem sie diese, wie immer, so auch jetzt in Schutz nehmen, wagen sie es, den Bischof Athanasius mit Lügen zu verfolgen. Denn ähnlich ist auch das, was sie jetzt lügen, daß es bei seinem Einzuge Aufstände, Thränen und Wehklagen gegeben habe, weil das Volk über seine Aufnahme ungehalten war. Denn nicht so Etwas hat stattgefunden, sondern gerade das Gegentheil, Freude und Fröhlichkeit und Zusammenströmen des Volkes, das zum ersehnten Anblick herbeieilte. Voll Jubel waren die Kirchen, und überall wurden dem Herrn Dankgebete dargebracht. Alle Kirchendiener und Kleriker wurden bei seinem Wiedersehen in ihren Herzen mit Freude erfüllt und erachteten jenen Tag für den schönsten Tag ihres Lebens. Und was brauchen wir die unaussprechliche Freude zu schildern, die wir Bischöfe empfanden? Wir haben ja schon vorhin gesagt, daß wir mit ihm zu leiden glaubten.

 

 

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Einleitende Notizen: Schutzschrift gegen die Arianer
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger