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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

57.

Als ich in dieser Weise entlassen durch Syrien reiste, kam ich zu den Bischöfen in Palästina. Diese hielten eine Synode in Jerusalem und nahmen mich zuvorkommend auf. Auch sie entließen uns in Frieden und schrieben an die Kirche und die Bischöfe, wie folgt:

„Die heilige Synode, die in Jerusalem versammelt ist, den Amtsgenossen in Ägypten und Libyen, den Priestern, Diakonen und Laien in Alexandria, den geliebten und heißersehnten Brüdern, Gruß im Herrn!

Wir vermögen dem Gott aller Dinge nicht nach Verdienst zu danken, Geliebte, für die Wunder, die er immer that, und die er auch jetzt an euerer Kirche that, indem er euch eueren Hirten und Herrn, unsern Amtsgenossen Athanasius, zurückgibt. Denn wer hätte gehofft, das jemals mit Augen zu sehen, was euch jetzt in der That zu Theil wird! In der That fanden euere Gebete bei dem Gott aller Dinge Erhörung, der für seine Kirche Sorge trägt und auf euere Thränen und Seufzer sah und deßhalb euere Gebete erhörte. Denn ihr waret wie vernachlässigte und bedrängte Schafe, die keinen Hirten haben. Deßhalb sah der wahre Hirt vom Himmel auf euch herab, der für seine Schafe sorgt, und gibt euch den zurück, nach dem ihr verlanget. Denn sehet, auch wir, die wir Alles für den kirchlichen Frieden thun und mit euerer Liebe zusammenstimmen, haben ihn vor euch umfangen, und indem wir durch ihn mit euch in Gemeinschaft treten, senden wir euch dieses Begrüßungsschreiben und unsere Dankgebete, damit ihr wisset, daß auch wir durch das Band der Liebe mit ihm vereinigt sind. Ihr müsset aber für die Gottesfurcht der frommen Kaiser beten, die, weil sie gleichfalls euere Sehnsucht nach ihm und seine [S. 127] Unschuld kannten, sich entschlossen, ihn euch mit allen Ehren zurückzugeben. Empfangt ihn also mit offenen Armen und beeilet euch, die seinetwegen schuldigen Dankgebete Gott darzubringen, der euch das gewährt hat, damit ihr immer mit Gott euch freuet und unsern Herrn verherrlichet in Christus Jesus unserm Herrn, durch welchen dem Vater die Herrlichkeit sei von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Die Unterschriften aber will ich, wenn ich sie auch früher schon anführte, auch jetzt hersetzen. Es sind nämlich unterschrieben: Maximus, Aetius, Arius, Theodorus, Germanus, Silvanus, Paulus, Patricius, Elpidius, Germanus, Eusebius, Zenobius, Paulus, Makrinus, Petrus, Claudius.

 

 

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Einleitende Notizen: Schutzschrift gegen die Arianer
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger