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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

49.

Da wir also ihre Verleumdungen, die Fesseln, Mordthaten, Schläge, die Ränke mit den erdichteten Briefen, die Mißhandlungen, die Entblößungen der Jungfrauen, die Verbannungen, die Verheerungen der Kirchen, die Brandstiftungen, die Versetzungen aus kleinen Städten in größere Diöcesen und vor Allem die verrufene arianische Häresie nicht mit Stillschweigen übergehen und ungemeldet lassen durften, die durch ihre Veranlassung sich gegen den rechten Glauben erhoben hat, so haben wir deßhalb unsere geliebten Brüder und Amtsgenossen Athanasius, Marcellus und [S. 116] Asklepas und ihre Genossen im Dienste des Herrn für unschuldig und makellos erklärt und in die Diöcese eines Jeden geschrieben, damit das Volk einer jeden Kirche die Unschuld seines Bischofs erkennt und diesen für seinen Bischof hält und als solchen erwartet, die aber, welche in ihre Kirchen nach Art der Wölfe eindrangen, den Gregor in Alexandria, den Basilius in Ancyra, den Quintian in Gaza weder Jemand Bischöfe nenne, noch überhaupt Jemand mit ihnen in Gemeinschaft trete, noch Jemand von ihnen Briefe annehme, noch an sie schreibe. Den Theodor dagegen, sowie Narcissus, Acacius, Stephanus, Ursacius, Valens, Menophantus und Georgius, wenn er auch aus Furcht nicht vom Oriente kam, hat gleichwohl die heilige Synode weil er vom seligen Alexander abgesetzt worden ist, und weil sowohl er als auch die Ersteren es mit der Raserei des Arius hielten, wegen der gegen sie erhobenen Beschuldigungen einstimmig der bischöflichen Würde entsetzt, und wir haben entschieden, daß sie nicht bloß für keine Bischöfe gelten, sondern nicht einmal der Gemeinschaft mit den Gläubigen gewürdiget werden sollen. Denn die vom Vater den Sohn trennen und das Wort sondern, müssen sich von der katholischen Kirche trennen und ausser Verbindung mit dem Christennamen stehen. Ihr sollt sie also verfluchen,1 weil sie das Wort der Wahrheit gefälscht haben. Das befiehlt der Apostel: „Wenn Jemand ein anderes Evangelium verkündet, als ihr empfangen habt, so sei er verflucht.“2 Ermahnet, daß Niemand mit Diesen Gemeinschaft habe; denn es besteht keine Gemeinschaft zwischen Licht und Finsterniß. Diese alle haltet ferne von euch; denn es besteht keine Übereinstimmung zwischen Christus und Belial. Auch nehmt euch in Acht, Geliebte, daß ihr an sie weder schreibet noch von ihnen Briefe annehmet. Bemühet vielmehr auch ihr euch, [S. 117] Brüder und Amtsgenossen, als wenn ihr mit dem Geiste bei unserer Synode gegenwärtig wäret, durch euere Unterschrift mit uns zu stimmen, damit die Uebereinstimmung aller Amtsgenossen an allen Orten bewahrt bleibe. Die göttliche Vorsehung möge euch in Heiligung und Freude erhalten, geliebte Brüder! Ich Hosius Bischof habe unterschrieben, und so Alle.

Das schrieb die Synode von Sardica und sandte es an die, welche nicht kommen konnten, und auch sie gaben ihre Zustimmung zu den Beschlüssen. Die Namen der Bischöfe, die auf dieser Synode schrieben, und der übrigen sind folgende :

1: Ἔστωσαν ὑμῖν ἀνάθεμα [Estōsan hymin anathema] im Sinne der unmittelbar darauf folgenden Schriftstelle; vgl. Ι. Kor. 5, 3―5.
2: Galat. 1, 8.

 

 

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Einleitende Notizen: Schutzschrift gegen die Arianer
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger