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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

47.

[S. 114] Es wurde auch die Schrift unseres Amtsgenossen Marcellus vorgelesen, und es kam die Arglist der Eusebianer ans Licht. Denn was Marcellus als Gegenstand der Untersuchung hingestellt hat, davon haben sie fälschlich behauptet, daß es von ihm zugegeben würde. Man las also das Folgende und das, was den Untersuchungen vorherging, und man fand, daß der Mann rechtgläubig sei. Denn er schrieb weder, wie sie behaupteten, dem Worte Gottes den Ursprung aus Maria zu, noch schrieb er, daß seine Herrschaft ein Ende habe, sondern daß seine Herrschaft ohne Anfang und Ende sei, und der Amtsgenosse Asklepas wies die Akten vor, die in Antiochia in Anwesenheit der Kläger und des Eusebius von Cäsarea waren aufgenommen worden. Aus den Urtheilssprüchen der richtenden Bischöfe bewies er, daß er unschuldig sei. In begreiflicher Weise also, geliebte Brüder, folgten sie der oftmaligen Einladung nicht, in begreiflicher Weise ergriffen sie die Flucht. Denn von ihrem schlechten Gewissen verfolgt, bestätigten sie durch die Flucht ihre Ränke und haben so bewirkt, daß man von ihnen glaubte, was die anwesenden Ankläger aussagten und vorbrachten. Haben sie ja sogar, von all dem abgesehen, die, welche einst wegen der Häresie des Arius abgesetzt und excommunicirt worden waren, nicht bloß aufgenommen, sondern sogar zu einem höheren Range befördert, die Diakonen zu Priestern und die Priester zu Bischöfen, aus keinem andern Grunde, als um die Gottlosigkeit aussäen und verbreiten zu können und den gottesfürchtigen Glauben zu vernichten.

 

 

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Einleitende Notizen: Schutzschrift gegen die Arianer
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger