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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

46.

Wenn nun auch sowohl aus dem Früheren als auch hieraus ihre Bösartigkeit und Ränkesucht hervorgeht, so haben wir uns gleichwohl entschlossen, damit sie in ihrer Flucht nicht Veranlassung zu einem weiteren Schelmenstreiche finden können, mit Berücksichtigung der Wahrheit ihre Thaten zu untersuchen, und indem wir diesen Vorsatz ausführten, fanden wir in ihren Thaten, daß sie Intriguanten seien, und daß sie unseren Amtsgenossen nur Nachstellungen bereitet haben. Denn Arsenius, von dem sie gesagt hatten, daß Athanasius ihn getödtet habe, lebt und wird unter den Lebenden gefunden. Daher besteht offenbar auch [S. 113] das, was sie über die übrigen Punkte ausgesprengt haben, aus Dichtungen. Und da sie auch in Betreff eines Kelches aussprengten, daß er von Makarius, dem Priester des Athanasius, zerbrochen worden sei, so bezeugten die, welche von Alexandria, der Mareotis und den übrigen Gegenden kamen, daß nichts Solches geschehen ist. Und die Bischöfe, welche von Ägypten an Julius, unsern Amtsgenossen schrieben, versicherten zur Genüge, daß dort auch nicht im Entferntesten nur so ein Verdacht bestanden habe. Ausserdem steht fest, daß das Beweismaterial, welches sie gegen ihn zu haben vorgeben, einseitig aufgenommen worden sei. Und selbst bei dieser Aufnahme wurden Heiden und Katechumenen gefragt. Und Einer von diesen, ein Katechumen, sagte bei dem Verhöre, er sei drinnen gewesen, als Makarius an der Stätte ankam. Und ein Anderer sagte, als man ihn verhörte, daß der von ihnen oft genannte Ischyras damals krank in einer Kammer lag. So wird daraus klar, daß überhaupt kein Geheimniß gefeiert wurde, weil die Katechumenen drinnen waren und Ischyras nicht zugegen war, sondern krank daniederlag. Ja auch der Erzbösewicht Ischyras selbst, der lügenhafter Weise ausgesagt hatte, Athanasius habe etliche göttliche Bücher verbrannt und sei überführt worden, gab zu, daß er damals, als Makarius ankam, krank war und zu Bette lag, so daß er auch hieraus als Verleumder erscheint. Gewiß haben sie dem Ischyras selbst zum Lohne für diese Verleumdung den bischöflichen Namen gegeben, da er doch nicht einmal Priester war. Denn zwei angekommene Priester, ehemalige Anhänger des Melitius, die später vom seligen Alexander, dem ehemaligen Bischof von Alexandria, aufgenommen wurden und jetzt sich bei Athanasius befinden, bezeugten, daß dieser niemals ein Priester des Melitius gewesen sei und Melitius überhaupt in der Mareotis keine Kirche und keinen Kirchendiener gehabt habe. Und dessenungeachtet führten sie den, der nicht einmal Priester war, jetzt als Bischof vor, um wahrscheinlich mit Hilfe dieses Namens durch ihre Verleumdung Diejenigen zu erschrecken, welche ihn vernahmen.

 

 

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Einleitende Notizen: Schutzschrift gegen die Arianer
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger