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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

18.

Denn ihr müßt erfahren, was auch jetzt gegen unsern Amtsgenossen Athanasius ausgesagt worden ist, damit ihr auch hieraus von ihrer Schlechtigkeit euch überzeugt und einsehet, daß sie nichts Anderes beabsichtigen, als den Mann zu ermorden. Vom Vater der Kaiser wurde Getreide gespendet theils zum Unterhalte der libyschen, theils auch einiger ägyptischen Wittwen. Dieses empfangen bis in die Gegenwart Alle, und Athanasius erlangte davon für sich Nichts, als daß er nur mit ihnen die Mühe hatte. Und abschon jetzt die, welche es empfangen, keine Beschwerde führen, sondern bekennen, daß sie es empfangen, so hat man doch den Athanasius verleumdet, als ob er das ganze Getreide verkaufe und den Erlös für sich einstecke. Und diese Beschuldigung erhob in Folge der geschehenen Verleumdungen der Kaiser in einem Schreiben. Welches sind nun die Verleumder? Nicht die, welche das Erste vollbrachten und die folgenden Umtriebe nicht verschmähten? Wer hat dieses Schreiben veranlaßt, das, wie man sagt, vom Kaiser kam? Nicht die Arianer in ihrem Eifer, die gegen den Mann alles Mögliche zu reden und zu schreiben sich unterfangen? Denn Niemand möchte sie, da sie so Großes vollbracht haben, für unschuldig halten und Andere in Verdacht haben. Auch tritt der Beweis ihrer Verleumdung ganz deutlich an den Tag. Sie suchen nämlich, auf die Verleumdung gestützt, der Kirche das Getreide zu entziehen und es den Arianern zu verschaffen. Das fällt weitaus am [S. 76] meisten den Urhebern des Planes und ihren Häuptern zur Last, die es weder verschmäht haben, mit Mordthaten gegen den Mann aufzutreten, als sie beim Kaiser lügenhaft gegen ihn Anklage erhoben, noch den Wittwen der Kirche die Nahrungsmittel zu entziehen, um eigentlich den Häretikern einen Gewinn zu verschaffen.

 

 

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Einleitende Notizen: Schutzschrift gegen die Arianer
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger