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Leo der Grosse († 461) - Sämtliche Sermonen (Sermones)
Sermo XXI-XXX: Zehn Predigten am Geburtsfeste unseres Herrn Jesu Christi.
Sermo XXVIII. 8. Predigt auf Weihnachten.

6.

Diese giftigen Lügen teuflischer Eingebungen sollen, Geliebteste, aus unseren Herzen ausgeschlossen bleiben! Und da ihr wißt, daß die ewige Gottheit des Sohnes beim Vater keinerlei Steigerung erfuhr, so achtet nun auch verständigen Sinnes darauf, daß derselben Natur, zu der in Adam gesagt wurde: "Erde bist du, und zur Erde wirst du gehen"Gen 3,19 , in Christus zugerufen wird: "Setze dich zu meiner Rechten!"Ps 109,1; Mt 22,44; Mk 12,36; Lk 20,42 . Hinsichtlich jener Natur, in der Christus dem Vater gleich ist, stand der Eingeborene niemals der Erhabenheit des Erzeugers nach. Auch ist seine Herrlichkeit mit dem Vater keine vorübergehende. Thront er doch unmittelbar zur Rechten des Vaters, von der es im Buche Exodus heißt: "Deine Rechte, o Herr, ward verherrlicht in Kraft"Ex 15,6.LXX und bei Isaias: "Herr, wer glaubte unserer Verkündigung? Und der Arm des Herrn, wem ist er offenbar geworden?"Is 53,1; Joh 12,38; Röm 10,16 . Die menschliche Natur, die der Sohn Gottes in sich aufnahm, wurde also schon bei Beginn ihres körperlichen Daseins in der Weise mit der einen Person Christi vereinigt, daß sie weder ohne die Gottheit empfangen, noch ohne die Gottheit geboren, noch ohne die Gottheit großgezogen wurde. Christus war derselbe, als er Wunder wirkte, derselbe, als er Schmähungen erlitt. Zufolge seiner menschlichen Schwäche wurde er gekreuzigt, starb er und wurde er ins Grab gelegt. Zufolge seiner göttlichen Kraft stand er am dritten Tage von den Toten auf, fuhr er gen Himmel und setzte er sich zur Rechten Gottes, des Vaters. Und in seiner menschlichen Natur erhielt er vom Vater, was auch er selbst in seiner Gottheit verlieh.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger