Gregor v. Nazianz († 390) - Reden XVIII. Rede
1. XVIII. Rede. Grabrede auf den Vater, in Gegenwart des Basilius1. O Mann Gottes, treuer Diener, Verwalter der göttlichen Geheimnisse, ersehnter Mann des Geistes 2! Diese Bezeichnung verleiht die Schrift 3 den fortgeschrittenen, großen Männern, welche über dem Sinnlichen erhaben sind. Ich nenne dich aber auch „Gott Pharaos 4”, d. i. Gott der ganzen ägyptischen, feindlichen Macht, ferner „Säule und Grundfeste 5” der Kirche, „Wille des Herrn 6”, „Stern, der in der Welt [S. 353] das Lebenswort bietet 7”, Stütze des Glaubens und Wohnung des Geistes. Wie sollte ich alle Titel aufzählen können, welche du dir bald durch diese, bald durch jene Tugend erworben und zu eigen gemacht hast? 1: Die Rede wurde wahrscheinlich 374 in Nazianz beim Leichenbegängnisse selbst gehalten. Vgl. X. Hürth, De Giegorii Naz. orationibus funebribus, Argentor. 1907, 47 ff. 2: Gregor wendet sich hier zunächst an Basilius den Großen. 3: Jos 14,6; Num 12,7; 1 Kor 4,1; Dan 9,23 4: Ex 7,1 5: 1 Tim 3,15 6: Is 62,4 7: Phil 2,15f
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