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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
XVIII. Rede

22.

[Forts. v. [S. 369] ] So war seine Freigebigkeit. Noch mehr davon zu erzählen, überlassen wir denen, die ihn gekannt haben. Sollte jemand auch uns wohltätige Gesinnung bezeugen, sie hätte bei ihm ihre Quelle, wäre Anteil an seinem Wirken. Wer hat ferner mehr als er mit Gottes Hilfe (Gottgeweihte) an den Altar geführt oder hat sich mehr gegen Gotteslästerungen ereifert oder hat mehr den heiligen Tisch von Unheiligen aus Furcht gereinigt? Wer hat mit gleicher Entschlossenheit und Unparteilichkeit Urteile gefällt, die Bosheit verfolgt, die Tugend geehrt, die Besten bevorzugt? Wer war in gleicher Weise bereit, den Sündern zu verzeihen und denen sich anzuschließen, die den guten Weg gingen? Wer hatte besseres Verständnis für Rute und Stab und hatte dem Stab größeren Vorzug gegeben1? Wessen Augen schauten noch mehr „auf die Treuen im Lande2“ und u. a. vor allem auf die, welche in einsamem, ehelosem Leben unter der Verachtung der Welt und alles Irdischen Gott dienen?

1: D. h. der Verstorbene verstand es, sowohl mit Gewalt als auch durch Belehrung zu erziehen, gab aber der letzteren Methode den Vorzug.
2: Ps. 100, 6 [hebr. Ps. 101, 6].

 

 

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Leben und Werk des hl Gregor von Nazianz
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger