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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
XVII. Rede

6.

[Forts. v. [S. 347] ] Unterwerfen wir uns Gott, den Mitmenschen und den irdischen Herrschern, und zwar Gott, weil alles dazu auffordert, den Mitmenschen, weil die Bruderliebe es verlangt, den Herrschern um der Ordnung willen und diesen um so mehr, je milder und gütiger sie sind! Gefährlich ist es, ständig Nachsicht zu beanspruchen und so die Milde zu erschöpfen. Wenn wir Windstille mit Sturm verscheuchen, Licht durch Finsternis verdrängen und mit Honig Wermut mischen, müßten wir dafür gestraft werden, daß die Herrscher sich zur Schärfe verleiten lassen. Eines unserer Gesetze, eine der berühmten, trefflichen Forderungen des Geistes, der nur das Mögliche gutheißt und verlangt, lautet: Wie die Knechte ihren Gebietern1, die Frauen ihren Männern, die Kirche dem Herrn, die Jünger den Hirten und Lehrern zu gehorchen haben, so müssen wir uns allen vorgesetzten Obrigkeiten fügen und ihre Steuern entrichten und zwar nicht nur, weil wir ihren Zorn fürchten, sondern auch aus Gewissensgründen2. Nicht sollen wir wegen unserer Vergehen das Gesetz hassen und das rächende Schwert erwarten müssen, vielmehr sollen wir uns aus Furcht reinhalten, um von der Obrigkeit gelobt zu werden.

1: Eph. 6, 5. Kol. 3, 22.
2: Röm. 13, 1. 5.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger