Titel newsletter aktuell suche Titel werke start
Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
VIII. Rede

17.

Sie war schwach geworden und lag schwerkrank darnieder. Es war eine außergewöhnliche, seltsame Krankheit. Der ganze Körper wurde plötzlich von Fieber ergriffen. Das Blut kochte und siedete, um dann wieder zu stocken und zu gerinnen. Unglaubliche Blässe bedeckte sie, und Geist und Glieder waren wie gelähmt. Diese Erscheinungen traten nicht in langen Zwischenräumen auf, sondern bisweilen ohne Unterbrechung. Man hielt die Krankheit nicht für etwas Natürliches. Weder die Kunst der Ärzte, welche sich sowohl einzeln, wie gemeinsam aufs angelegentlichste der Krankheit annahmen, noch die oft vielvermögenden Tränen der Eltern, noch die öffentlichen Gebete und Bitten, welche das [S. 245] ganze Volk mit einem Eifer verrichtete, als wenn es sich um das eigene Wohl eines einzelnen gehandelt hätte, konnten etwas ausrichten. Gorgonias Wiedergenesung war eben die Rettung aller, gleichwie umgekehrt ihre Krankheit das Leiden aller war.

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Leben und Werk des hl Gregor von Nazianz
Bilder Vorlage

Navigation
. I. Rede
. II. Rede
. III. Rede
. IV. Rede
. V. Rede
. VI. Rede
. VII. Rede
. VIII. Rede
. . Mehr
. . 6.
. . 7.
. . 8.
. . 9.
. . 10.
. . 11.
. . 12.
. . 13.
. . 14.
. . 15.
. . 16.
. . 17.
. . 18.
. . 19.
. . 20.
. . 21.
. . 22.
. . 23.
. IX. Rede
. X. Rede
. XI. Rede
. XII. Rede
. XIII. Rede
. XIV. Rede
. XV. Rede
. XVI. Rede
. Mehr

Titel Top Back Next
 
Kontakt: Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg
Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger