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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
VI. Rede

21.

In solcher Erkenntnis wollen wir, Brüder, einander herzlich umarmen, aufrichtig eins sein und den nachahmen, der „die trennende Scheidewand niedergerissen1“ und durch sein Blut alles verbunden und friedlich geeint hat2. Zu unserem gemeinsamen Vater, dem ehrwürdigen Greis, dem sanften und gütigen Hirten3 wollen wir sagen: Siehst du den Lohn deiner Würde? Schaue um dich und blicke auf deine Söhne, welche dir zugeführt worden sind, wie du gewünscht hattest und was dein einziges Gebet bei Tag und bei Nacht gewesen war, um in glücklichem Alter die Pilgerschaft beschließen zu [S. 209] können! Sieh, alle sind zu dir gekommen und ruhen unter deinen Fittichen! Sie reihen sich um ihren Altar. Unter Tränen weilten sie ferne von ihm, mit Freuden sind sie zu ihm zurückgekehrt. Freue dich und frohlocke, bester Vater und Kinderfreund, denn wie die Braut mit dem Schmuck hast du dich mit ihnen allen gekleidet und umgeben! Rufe auch du uns zu: „Siehe, da bin ich, und hier sind die Kinder, welche mir Gott gegeben hat4!“ Füge auch noch das andere, sehr passende Herrenwort bei: „Die du mir gegeben hast, habe ich bewahrt und keines von ihnen habe ich verloren5!“

1: Eph. 2, 14.
2: Vgl. Kol. 1, 20.
3: D. i. dem Vater des hl. Gregor.
4: Is. 8, 18.
5: Joh. 17, 12.

 

 

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Leben und Werk des hl Gregor von Nazianz
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger