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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
VI. Rede

15.

Merkst du nicht, wie die Jahreszeiten dadurch, daß sie sorgfältig ineinander geordnet sind, sich langsam ablösen und durch Zwischenzeiten die Extreme [S. 204] verhindern, rauh aneinander zu stoßen, friedlich und geschickt wie der Freude, so dem Bedürfnisse dienen? Tag und Nacht stehen sich gleichwertig gegenüber und lösen sich ruhig ab, um uns zur Arbeit anzutreiben, bzw. Erholung zu gönnen. In Ordnung kommen und gehen Sonne und Mond und die Sterne in ihrer Pracht und Zahl. Meer und Land, die sanft ineinander greifen und gütig einander geben, um voneinander zu empfangen, ernähren liebevoll den Menschen und bieten ihm reichlich im Wetteifer ihre Schätze. Die Flüsse, welche zwischen den Bergen und über den Ebenen dahinziehen, treten nicht aus, es sei denn, um wohlzutun, und wenden sich nicht gegen das Land, es zu überschwemmen. Die Stoffe mischen und mengen sich zur Ordnung und Harmonie der Teile. Die Tiere finden ihre Nahrung, sie pflanzen sich fort; jedes hat seine eigene Behausung. Die einen haben Gewalt über uns, über die anderen haben wir die Gewalt; die einen sind uns Untertan, die anderen bleiben unabhängig. Da demnach die ganze Schöpfung nach den Grundsätzen der Harmonie durch Zusammenfließen oder Zusammenhauchen gelenkt und geleitet wird, will sie doch nur Liebe und Einigkeit den Menschen verkünden und sie zur Eintracht auffordern.

 

 

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Leben und Werk des hl Gregor von Nazianz
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger