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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
V. Rede

22.

Wohin sollen wir es schreiben, daß der sonderbare Mann beim Anfachen des Altarfeuers blies und wieder blies, um unsere Bräuche nachzuäffen1 und alten [S. 174] Weibern etwas vorzumachen? Nahm es sich etwa gut aus, wenn ein römischer Kaiser seine Backen häßlich aufblies, so daß sie nicht nur Gegner, sondern auch die zum lauten Lachen reizten, denen er damit zu gefallen glaubte? Er wußte es nicht, daß Athene, seine Göttin, die Flöten verwünschte, seitdem sie im Spiegel des Wassers gesehen hatte, wie sie durch das Flötenspiel entstellt wird2. Berührt es nicht sonderbar, daß er bei Trinkgelagen offen Buhlerinnen zutrank und sich von ihnen zutrinken ließ, daß er unter geheimnisvollen Vorwänden seine Schlechtigkeit verbarg?

1: Julian wollte wohl das Anhauchen der Täuflinge nachahmen.
2: Vgl. Preller, Griechische Mythologie I³, 182 f.

 

 

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Leben und Werk des hl Gregor von Nazianz
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger