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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
V. Rede

19.

[Forts. v. [S. 172] ] Hiemit habe ich die größten und bedeutendsten Anklagen erwähnt, die gegen Julian erhoben werden können. Aber ich weiß auch wohl, daß zwei oder drei Schmeichler am kaiserlichen Hofe, die an Gottlosigkeit ihm gleichkamen, ― andere will ich übergehen ― für ihre Gottlosigkeit solchen Lohn erhielten, daß sie ohne Mühe in kurzer Zeit das ganze über Wasser und Land sich erstreckende römische Reich hätten an sich reißen können, wenn nicht so schnell der Geschichte ein verdientes Ende bereitet worden wäre; an Gier und Unersättlichkeit übertrafen sie die ehemaligen Hunderthänder1. Die höchsten Ämter wurden nicht an die Würdigsten, sondern an die Grausamsten verliehen. Maßgebend war bei Besetzung nur der Abfall (vom Glauben) und daß man für seine schlechte Gesinnung, die man gegen sich selbst hegte, von ihm Geschenke annahm.

1: Vgl. Horatius, Carm. 2, 17, 14. Ovid, Metam. 3, 303.

 

 

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Leben und Werk des hl Gregor von Nazianz
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger