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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
IV. Rede

95.

Man kann nicht sagen, daß nur seine Taten in dieser Weise kaiserlicher Würde und Majestät widersprachen, seine Absichten aber milder und edler waren. Es wäre viel wert gewesen, wenn sie nicht noch viel roher gewesen wären als die erwähnten Taten. Gleichwie die Schuppen eines Drachen, der sich in Bewegung setzt, teils schon emporstarren, teils sich erst aufrichten, teils emporstarren werden und, selbst wenn sie noch ruhig liegen, doch notwendig noch in Bewegung [S. 135] kommen, oder ― wenn du ein anderes Beispiel willst ― gleichwie der Blitz manches sofort entzündet, anderes aber noch im Dunklen läßt, um es zu ergreifen, sobald seine Macht sich ausgebreitet hat, so hat Julian in den einen Fällen den Frevel sofort begangen, während er ihn in anderen durch Versprechungen und Drohungen gegen uns erst andeutete. Und was er andeutete, war so ausgesucht und ungewöhnlich, daß es nur ihm einfallen konnte, solches beschließen und in die Tat umsetzen zu wollen, trotzdem es doch schon vor ihm viele Christenverfolger und Christenfeinde gegeben hatte.

 

 

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Leben und Werk des hl Gregor von Nazianz
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger