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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
IV. Rede

67.

[Forts. v. [S. 109] ] O Törichtester, Gottlosester, in den wichtigen Fragen Ungebildetster! Du wendest dich gegen dieses große Erbe und gegen die internationale Opfergemeinde1, welche alle Länder gewonnen hat durch einfältige Worte und durch törichte Predigt2, von welcher auch ihr sprechet, welche aber die Weisen besiegte, die Dämonen fesselte und sich über das Zeitliche erhob. Denn sie ist alt und neu zugleich ― eine wunderbare Erscheinung, die ihr einem eurer Götter3 andichtet. Im einen Fall ist sie für wenige, im anderen Fall für die Vielen bestimmt. Im einen Fall dient sie dem Schatten, im anderen Fall der Vollendung des Geheimnisses, das zur bestimmten Zeit in Kraft getreten ist. Du wendest dich gegen das große Erbe Christi. Wer bist du denn? Wo ist deine Größe, welches ist deine Herkunft? Groß ist das Erbe und nicht wird es aufhören, auch dann nicht, wenn andere noch mehr als du gegen dasselbe wüten. Immer noch wird es sich ausbreiten und wachsen. Ich glaube nämlich dem, was prophezeit worden ist, und dem, was man sehen kann. Was Gott geschaffen, hat er als Mensch sich zum Erbe genommen. Das Gesetz hat das Erbe vorgebildet, die Gnade hat es verwirklicht4. Die Propheten haben dazu den Grund gelegt, die Apostel haben es zusammengefügt, die Evangelisten haben es vollendet.

1: οἰκουμενικὴ καρποφορία [oikoumenikē karpophoria].
2: Vgl. 1 Kor. 1, 21.
3: Nämlich dem Dionysos.
4: Hier sind noch in den meisten Handschriften die Worte beigefügt: καὶ Χριστὸς ἐνεκαίνισεν [kai Christos enekainisen].

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger