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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
IV. Rede

38.

Doch, wie gesagt, die Einfalt ist nicht auf der Hut, und Güte und Schwäche gehen Hand in Hand. Und wer frei von Bosheit ist, vermutet am wenigsten Bosheit. Daher wurde, was bevorstand, nicht erkannt und die Verstellung nicht aufgedeckt; daher drang die Gottlosigkeit allmählich vor und begegnete sich zweierlei Wohlwollen: das Wohlwollen gegen die Gottesfürchtigen und das Wohlwollen gegen den Schlimmsten und Gottlosesten unter allen. Was konnte Julian den Christen vorwerfen, was konnte er an unserer Kirche aussetzen, oder was war für ihn das Imponierende und Unangreifbare in den heidnischen Lehren, oder welches war sein großes Vorbild, daß er sich zum Berüchtigsten auf dem Boden der Gottlosigkeit machte und sich [S. 94] in unerhörter Weise mit dem zerkriegte, der ihn zum Herrscher ernannt hatte? Da er diesen an Tugend und Vorzügen nicht übertreffen konnte, suchte er auf entgegengesetztem Wege etwas zu werden, nämlich durch ungestümen Kampf gegen Gott und durch sein emsiges Wirken für die Sünde.

Hiemit habe ich vor Christen des Konstantius Verhalten gegenüber den Christen verteidigt und zwar auf gerechte Weise, wie jeder einsieht, der noch Verstand hat.

 

 

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Leben und Werk des hl Gregor von Nazianz
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger