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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
IV. Rede

27.

[Forts. v. [S. 87] ] Die Seele mag es verstehen, Unrecht zu tun, aber dem eigenen Schicksal kann sie nicht entrinnen! Gott ist es, der die Zukunft verkündet, um das Unrecht zu vernichten und sein Vorherwissen zu bekunden! Ein unglaubliches oder eher ein wahres als ein unglaubliches Wunder war es! Diese Bruderliebe der Märtyrer! Sie wollten sich nicht von dem, der viele Märtyrer entehren sollte, ehren lassen, kein Geschenk aus der Hand dessen annehmen, der viele für den Kampf bestimmen oder vielmehr sie sogar um den Kampf beneiden sollte. Oder ― um mich richtiger auszudrücken ― sie wollten nicht die einzigen von den Märtyrern sein, welche geschändet werden, während andere von heiligen Händen bestattet und geehrt werden sollten. Nicht wollten sie es dem Sophisten der Bosheit gewähren, daß er sich ihrer Schändung rühme. Nicht sollten von ein und derselben Hand, welche den Märtyrern Denkmäler errichtet, solche auch wieder zerstört werden. Nicht sollten die einen Märtyrer geehrt werden, während die anderen entehrt werden. Nicht sollte unmittelbar vor der wahren Mißachtung scheinbare Achtung vorhergehen. Nicht sollte sich Julian infolge der Größe seiner Überhebung etwas einbilden und nicht sollte er infolge des Scheinmanövers glauben, so wenig wie die Menschen merke es Gott, der doch das tiefstblickende und weiseste Wesen ist und die Weisen in ihrer Arglist fängt. Er sollte erkennen, daß er erkannt ist, und sollte, weil ertappt, vor Überhebung bewahrt bleiben.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger