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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
IV. Rede

20.

[S. 84] „Alle, die ihr Gott fürchtet, kommet hierher und höret! Ich will erzählen1“, was sich nunmehr zugetragen hat, „damit es auch andere Geschlechter wissen2“ und die nachfolgenden Generationen, welche Wunder Gott in seiner Kraft getan hat! Es ist zwar nun unmöglich von Julian zu erzählen, ohne zu schildern, welch große Gefahr er bedeutete, es ist ferner diese Schilderung unmöglich, wenn nicht über die Schlechtigkeit seines Charakters und darüber berichtet wird, wie sich seine Sündhaftigkeit aus ersten Anfängen zu dieser satanischen Art entwickelt hat, wie sich in kurzer Zeit seine Bosheit vermehrte wie das Gift gefährlichster Schlangen und anderer Tiere. Doch müssen wir eine vollständige Beschreibung seines traurigen Lebens Geschichtswerken überlassen. Wir haben unter den gegenwärtigen Verhältnissen keine Zeit, uns zu lange über Julian zu unterhalten. Nur einiges werden wir aus seinem reichhaltigen Leben anführen, nur auf das Wichtigste und Bekannteste eingehen. Meine Worte sollen den Nachkommen gleichsam eine mit Schandtaten beschriebene Säule sein3.

1: Ps. 65, 16 [hebr. Ps. 66, 16].
2: Ps. 77, 6 [hebr. Ps. 78, 6].
3: στηλογραφία [stēlographia]. Vgl. die Redeüberschrift: λόγος στηλιτευτικός [logos stēliteutikos].

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger