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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
IV. Rede

16.

„Darum möge“ ― wenn ich nämlich göttlicher Macht gedenke, muß ich göttlicher Worte mich bedienen ― „sich freuen und gleich der Lilie aufblühen die Wüste1“, worunter ich die Kirche, die gestern und vorgestern noch eine Witwe und des Mannes beraubt zu sein schien, verstehe; freuen mögen sich alle, welche von den schlimmen, traurigen Stürmen der Gottlosigkeit bisher bedrängt worden waren! Denn der Herr erbarmte sich seines Volkes und „ließ sein Erbe nicht im Stich2“. Er wirkte Wundertaten, vollzog „den alten [S. 82] Beschluß der Treue“3, „gnädig zu sein denen, die ihn fürchten und auf sein Erbarmen hoffen4“. Denn „er zerstörte eherne Tore und zerbrach eiserne Riegel5“. Wenn wir auch unserer Sünden wegen gedemütigt wurden6, wurden wir doch wieder gerufen und wurden wir, nachdem die Schlinge zerschnitten worden war7, durch die Gnade Gottes erlöst, der uns gerufen hat und die, welche demütigen Herzens sind, tröstet8.

1: Is. 35, 1.
2: Ps. 93, 14 [hebr. Ps. 94, 14].
3: Is. 25, 1.
4: Ps. 146, 11 [hebr. Ps. 147, 11].
5: Ps. 106, 16 [hebr. Ps. 107, 16].
6: Ps. 105, 43 [hebr. Ps. 106, 43].
7: Ps. 123, 7 [hebr. Ps. 124, 7].
8: 2 Kor. 7, 6.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger