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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
II. Rede

90.

Ich gestehe es, daß ich für einen solchen Kampf zu schwach bin. Daher habe ich ihm den Rücken gekehrt und mich „mit verhülltem Gesichte auf die Flucht begeben1“, um in all meiner Bitterkeit allein zu sein und zu schweigen. Denn ich sehe, daß „die Zeit böse ist2“, daß „die Geliebten ausschlagen3“, daß wir „abtrünnige Kinder4“ geworden sind, wir, „der schönrankende Weinstock5“, wir, der wahre, ganz fruchtbare, ganz reizende, im himmlischen Regen herrlich [S. 53] wachsende Weinstock6, daß das „Diadem der Schönheit7“, das Siegel meiner Herrlichkeit, „mein Ruhmeskranz8“ mir zur Schande geworden ist. Ist einer zum Kampfe kühn und mutig, so preise ich ihn glücklich wegen seiner Kühnheit und seines Mutes.

1: Ps. 68, 8 [hebr. Ps. 69, 8].
2: Mich. 2, 3.
3: Vgl. Deut. 32, 15.
4: Jer. 3, 14.
5: Osee 10, 1.
6: Vgl. Gen. 27, 39. Ps. 64, 11 [hebr. Ps. 65, 11]. Jer. 2, 21; 11, 16.
7: Weish. 5, 17.
8: 1 Thess. 2, 19.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger