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Gregor v. Nazianz († 390) - Reden
II. Rede

111.

Wenn man auch ― was hier allein in Betracht kommen kann ― zugeben könnte, daß wir viel zu tief stehen, um Gottes Priester sein zu können, und daß man zuerst ein würdiges Glied der Kirche sein muß, um an den Altar treten zu dürfen, und daß man erst des Altares würdig sein muß, ehe man der Gemeinde vorstehen kann, so wird man uns doch wohl den Vorwurf des Ungehorsams nicht ersparen.

Hart sind die Drohungen, hart die Strafen wider die Ungehorsamen, hart anderseits wider die, welche nicht zögern und nicht Bedenken tragen und nicht, gleich [S. 63] Saul, sich „hinter die Geräte des Vaters verstecken1“, mögen sie auch nur kurze Zeit zum Führeramt berufen werden, wider die, welche dasselbe wie eine Kleinigkeit und eine Bagatelle gerne auf sich nehmen. Und umzusatteln und den ersten Entschluß durch einen zweiten gutmachen zu wollen, wäre gewagt.

1: 1 Kön. 10, 22 [1 Sam. nach neuerer Zählart].

 

 

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Leben und Werk des hl Gregor von Nazianz
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger