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Athanasius (295-373) - Rundschreiben an die Bischöfe Ägyptens und Libyens (Epistula ad episcopos Aegypti et Libyae)

8.

Solches also unternehmen sie gegen die Wahrheit. Ihre Gesinnung wird aber Allen offenkundig werden, sollten sie auch tausendmal wie Aale zu entschlüpfen und ihre Feindseligkeit gegen Christus zu verbergen suchen. Darum ermahne ich euch: Lasse sich Keiner von euch betrügen, Keiner überlisten. Zeiget vielmehr, wie wenn jüdische Gottlosigkeit gegen den Glauben an Christus anstürmte, insgesammt euern Eifer für den Herrn. Ein Jeder halte vielmehr fest an dem von den Vätern überlieferten Glauben, den die in Nicäa Versammelten schriftlich hinterlegt haben, und lasse sich von denen nicht beirren, die gegen denselben Neuerungen unternehmen. Und wenn sie selbst für ihre Be- [S. 21] schlüsse Stellen aus der heiligen Schrift anführen, lasset euch von ihren Beschlüssen nicht beirren, und wenn sie die Worte des rechten Glaubens aussprechen, so achtet selbst dann nicht auf ihre Reden. Denn sie reden nicht in rechter Gesinnung, sondern sie hüllen sich in die Worte wie in einen Schafspelz und huldigen im Herzen der Lehre des Arius, wie der Teufel, das Haupt der Häresien. Denn auch dieser führte Schriftstellen an, wurde aber vom Heiland zum Schweigen gebracht. Denn hätte seine Gesinnung seinen Worten entsprochen, so wäre er nicht vom Himmel gestürzt worden. Jetzt aber bedient sich der Verschmitzte, nachdem er in Folge seiner Gesinnung gefallen ist. heuchlerischer Worte. Und oft versucht der Übelgesinnte durch die Spitzfindigkeiten heidnischer Wohlredenheit irre zu führen. Käme nun das, was sie schreiben, von rechtgläubigen Männern, wie vom großen Bekenner Hosius, Maximinus in Gallien, oder seinem Nachfolger, oder von Philogonius und Eustathius aus dem Morgenlande, oder von Julius und Liberius, den Bischöfen von Rom, oder von Cyriacus aus Mysien, oder von Pistus und Aristäus. den Bischöfen in Griechenland, oder von Silvester und Protogenes in Dacien, oder von Leontius und Eupsychius, den Bischöfen in Kappadocien, oder von Cäcilian in Afrika, oder Eustorgius in Italien, oder Capito auf Sicilien, oder Makarius in Jerusalem, oder Alexander in Constantinopel, oder Päderos in Heraklea, oder von den großen Männern Meletius,1 Basilius2 und Longian, und ihren Genossen in Armenien und Pontus, oder von Lupus und Amphion aus Cilicien, oder Jakobus und seinen Genossen aus Mesopotamien, oder von unserm seligen Alexander, und von Solchen, die mit ihnen die gleiche Ansicht theilen, so hätte man keinen Grund, gegen [S. 22] das Geschriebene mißtrauisch zu sein. Denn einfach und ohne Hinterlist ist das Wesen der apostolischen Männer.

1: Bischof von Antiochien, der 38l auf dem ökumenischen Koncil von Constantinopel starb, wo Gregor von Nyssa ihn durch eine schwungvolle Trauerrede ehrte.
2: Der berühmte Kirchenvater Basilius der Große, Bischof von Cäsarea in Kappadocien.

 

 

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Einleitende Notizen: Athanasius Rundschreiben an die Bischöfe Ägyptens und Libyens
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger