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Athanasius (295-373) - Rundschreiben an die Bischöfe Ägyptens und Libyens (Epistula ad episcopos Aegypti et Libyae)

23.

Solchen Hirngespinnsten mögen sie sich nun in ihrer Schläfrigkeit vergeblich hingeben. Denn wir wissen, daß der gütige Kaiser, wenn er davon hört, ihren Verkehrtheiten ein Ziel setzen wird, und daß sie nicht lange dauern, sondern, wie die Schrift sag,. die Herzen der Gottlosen bald die Kraft verlieren werden.1 Wir wollen ihnen als [S. 42] Abtrünnigen, die im Hause des Herrn dem Wahnsinn Eingang verschaffen wollen, Widerstand leisten, angethan, wie geschrieben steht.2 mit den Worten der göttlichen Schrift, und wollen weder den leiblichen Tod fürchten, noch ihren Wegen nachstreben. Vielmehr soll die Wahrheit Allem vorgezogen werden. Denn auch wir haben, wie ihr alle wißt, als uns damals von den Anhängern des Eusebius die Wahl gelassen wurde, uns entweder den Schein ihrer Gottlosigkeit zu geben oder auf Verfolgung von ihrer Seite gefaßt zu sein, uns nicht entschlossen, es mit ihnen zu halten, sondern wir wollten lieber von ihnen verfolgt werden als die Handlungsweise des Judas nachahmen. Gewiß haben sie vollführt, was sie drohten, und als Nachahmer der Jezabel 3 machten sie die Melilianer zu ihren falschen Zeugen, indem sie wußten, wie sie sich gegen den seligen Märtyrer Petrus und hierauf gegen den großen Achillas, dann gegen den seligen Alexander verhalten haben, damit diese ebenso auch gegen uns, da sie ja darin geübt sind, was man ihnen einflüsterte, fälschlich vorgäben, sie selbst aber einen Vorwand bekämen, uns zu verfolgen und auf unsern Tod auszugehen. Denn darnach dürsten sie, und bis in die Gegenwart wünschen sie beständig unser Blut zu vergießen. Aber das kümmert mich Nichts. Denn ich weiß und bin überzeugt, daß denen, welche ausdauern, vom Heiland ein Lohn zu Theil werden wird, und daß auch ihr, wenn ihr ausdauert, wie die Väter, und dem Volke ein Vorbild werdet und diese fremde und eingeschmuggelte Erfindung der Gottlosen über den Haufen werfet, euch werdet rühmen können mit den Worten: „Wir haben den Glauben bewahrt."4 und daß ihr werdet die Krone des Lebens empfangen, die Gott denen verheissen hat, die ihn liebend. 5 Möchte aber auch ich mit euch ein Erbe der Verheissungen sein, die nicht bloß dem [S. 43] Paulus gemacht worden sind, sondern Allen, die lieb haben die Ankunft unseres Herrn und Heilandes und Gottes und unseres über Alles gesetzten Königs Jesus Christus, durch den dem Vater die Herrlichkeit und Kraft sei im heiligen Geiste jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.

1: Sprüchw. 10, 20.
2: IV. Kön. 17, 9 nach LXX
3: III Kön. 21, 10
4: II. Tim, 4,7
5: Jak. 1, 12.

 

 

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Einleitende Notizen: Athanasius Rundschreiben an die Bischöfe Ägyptens und Libyens
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger