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Athanasius (295-373) - Rundschreiben an die Bischöfe Ägyptens und Libyens (Epistula ad episcopos Aegypti et Libyae)

20.

Wie kann man ihnen nun. wenn sie bei dieser Handlungsweise schreiben. Glauben schenken? Denn hätten [S. 38] sie unverfänglich geschrieben, so hätten sie die von Arius geschriebene Thalia vertilgt und die Schößlinge der Häresie verworfen. Dagegen sind sie Schüler des Arius und Theilnehmer an seiner Gottlosigkeit und Strafe geworden. Da sie also von den Arianern sich nicht trennen, so ist für Jedermann klar, daß sie nicht die rechte Meinung haben, mögen sie auch tausendmal schreiben. Deßhalb muß man wachen, daß nicht hinter dem Gewande der Schrift irgend ein Betrug gespielt werde und sie nicht vom frommen Glauben Jemand abtrünnig machen. Wenn sie aber ans Vermessenheit die Lehre des Arius niederschreiben, weil sie sich glücklich und wohlhabend sehen, so bleibt Nichts mehr übrig, als mit großer Freimüthigkeit aufzutreten und an die Prophezeiungen des Apostels zu erinnern, die er wegen solcher Häresien, um im Voraus zu warnen, niederschrieb. Wir müssen sagen: Wir wissen, daß geschrieben stebt: „In der letzten Zeit werden Einige vom gesunden Glauben abfallen und sich an die Geister des Irrthums und die Lehren der Dämonen halten, die der Wahrheit abhold sind,“1 und: „Alle, die fromm in Christus leben wollen, werden verfolgt werden. Böse und verführerische Menschen aber werden im Bösen zunehmen, indem sie irre führen und irre geführt werden.“2 Aber Nichts hievon wird uns verleiten noch von der Liebe Christi scheiden, mögen auch die Häretiker uns den Tod drohen. Denn wir sind Christen und nicht Arianer. Möchten aber auch die, welche das geschrieben haben, es nicht mit den Arianern halten! Wahrlich. Brüder, solche Freimüthigkeit thut jetzt Noth. Denn wir haben nicht wieder den Geist der Knechtschaft empfangen, um uns zu fürchten.3 sondern zur Freiheit hat uns Gott gerufen, und es ist wahrhaft schimpflich und zu schimpflich, wenn wir den Glauben, den wir vom Heiland durch die Apostel empfangen haben, um des Arius oder der Gesinnungsgeossen und Gönner des Arius willen verlieren sollten. Es [S. 39] sind nun schon die Meisten in diesen Gegenden, nachdem sie die Verschlagenheit der Schreibenden kennen gelernt haben, entschlossen, ihren Ränken bis aufs Blut Widerstand zu leisten, zumal da sie von eurer Festigkeit hören. Da aber von euch die Widerlegung der Häresie ausgegangen und die Häresie wie eine Schlange in ihren Schlupfwinkeln entdeckt worden ist, so ist bei euch das Kind aufbewahrt, das Herodes zu tödten suchte, und es lebt unter euch die Wahrheit und besteht unter euch der gesunde Glaube. fi, Schiffbruch litten. Ferner - Gott treu war, und die anführt. Gedeon, Barak.

1: Tit. 1,14.
2: II. Tim. 3, 12.13.
3: Röm. 8,5.

 

 

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Einleitende Notizen: Athanasius Rundschreiben an die Bischöfe Ägyptens und Libyens
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger