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Cassian († 430/35) - Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (Collationes patrum)
Zweiundzwanzigste Unterredung, welche die zweite des Abtes Monas ist, über die nächtlichen Bethörungen.

14. Wie jenes Wort des Apostels zu verstehen sei: „Denn ich thue nicht das Gute, das ich will.“

Denn der Apostel Paulus erkannte, daß die unschätzbare Tiefe der Reinheit wegen des Widerstandes der brünstigen Gedanken von dem Menschen nicht durchdrungen werden könne, und hatte, wie Einer, der lange in den Abgründen umhergeworfen wurde, zuvor gesagt: „Denn ich thue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, welches ich nicht will, das thue ich.“ Und wieder: „Wenn ich aber das thue, was ich nicht will, so wirke nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt;“ und: „Ich freue mich an dem Gesetze Gottes nach dem innern Menschen, sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetze meines Geistes widerstreitet und das mich gefangen [S. 347] führt in das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedernist.“ So hatte er seine oder die Gebrechlichkeit der Natur selbst ganz durchschaut, und erschreckt durch die Unermeßlichkeit dieses Oceans floh er zu dem sichersten Hafen der göttlichen Hilfe; und wie wenn er wegen der natürlichen Schwäche seines von der Last der Sterblichkeit niedergedrückten Fahrzeuges verzweifelte, erfleht er von Jenem, welchem Nichts unmöglich ist, Hilfe gegen den Schiffbruch, indem er mit Klage und Jammer ruft: „O ich unglücklicher Mensch, wer wird mich befreien von dem Leibe dieses Todes?“ Sogleich aber erwartet er die Erlösung, an welcher er wegen der Schwäche der Natur verzweifelte, von der Güte Gottes und fügt vertrauensvoll bei: „Die Gnade Gottes durch Christum unsern Herrn.“

 

 

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Einleitung: Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger