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Cassian († 430/35) - Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (Collationes patrum)
Siebente Unterredung, welche die erste mit Abt Serenus ist, über die Veränderlichkeit der Seele und die bösen Geister.

[S. 501] 30. Antwort auf die vorgelegte Frage.

Serenus: Wenn wir diese Ansicht, ja diesen Glauben, den ich oben meinte, haben, daß wir festhalten, es geschehe Alles durch Gott, und Alles werde angeordnet zum Nutzen der Seelen, so werden wir Jene nicht bloß nicht verachten, sondern auch für sie als für unsere Glieder unaufhörlich beten und von ganzem Herzen mit voller Rührung Mitleid mit ihnen haben; denn wenn ein Glied leidet, so leiden alle mit, da wir ja wissen, daß wir ohne Jene als unsere Glieder nicht in allweg vollendet werden können, wie wir auch lesen, daß nicht einmal unsere Vorfahren ohne uns den ganzen Inhalt der Verheissung erlangen konnten, da der Apostel so von ihnen spricht: 1 „Und Diese alle, bewährt durch das Zeugniß des Glaubens, empfiengen nicht die Verheissungen, da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hatte, damit sie nicht ohne uns vollendet würden.“ Wir erinnern uns aber nicht, daß ihnen je die hl. Communion von unsern Vorfahren untersagt worden sei, ja sie glaubten sogar, daß, wenn es möglich wäre, man sie ihnen auch täglich geben müsse. Denn man muß nicht nach der so unpassend von euch herbezogenen Schriftstelle „Gebet das Heilige nicht den Hunden“ glauben, daß die hl. Communion zur Speise des Teufels werde, statt vielmehr zur Reinigung und zum Schutze des Leibes und der Seele. Wenn diese von dem Menschen empfangen wird, so schlägt sie jenen Geist, der in seinen Gliedern wohnt oder in ihnen sich erkanntermaßen verbirgt, wie eine brennende Lohe in die Flucht. Auf diese Weise sahen wir ja neulich auch den Abt Andronikus geheilt und gar viele Andere. Denn mehr und mehr wird der Feind den Besessenen verhöhnen, wenn er sieht, daß derselbe des himmlischen Heilmittels beraubt ist, und er wird ihn um so härter und öfter anfallen, je länger er ihn der geistigen Arznei entbehren sieht.

1: Hebr. 11, 39.

 

 

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Einleitung: Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
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