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Basilius von Cäsarea († 379) - 313 kurzgefasste Vorschriften (Regulae brevius tractatae)
Hauptinhalt

2. Inhalt der kürzeren Regeln (wie ihr Verfasser selber ihn angibt).

1. Ist es erlaubt und zuträglich, ohne das Zeugniß der heiligen Schrift Etwas zu thun oder zu reden, was man für gut hält. 2. Wozu müssen sich Die bekennen, welche auf eine Gott wohlgefällige Weise mit einander leben wollen. 3. Wie ist der Sünder zu bekehren oder der Nichtbekehrte zu behandeln. 4. Ist es unbarmherzig, auch wegen geringer Sünden die Brüder zur Buße aufzufordern. 5. Welche Buße soll für die einzelnen Sünden geschehen. 6. Was ist von Dem zu halten, der mit dem Munde Buße thut, aber die Sünde nicht ablegt. 7. Welches Gericht kommt über Die, welche die Sünder in Schutz nehmen. 8. Wie hat man sich [S. 166] gegen einen aufrichtig Büßenden zu erweisen. 9. Wie gegen einen unbußfertigen Sünder. 10. Mit wie großer Furcht und wie vielen Thränen soll eine durch viele Sünden unglückliche Seele von den Sünden ablassen. 11. Wie man die Sünde hassen soll. 12. Wie die Seele sich überzeugen könne, Gott habe ihr die Sünden vergeben. 13. Ob der nach der Taufe in viele Sünden Gefallene an seinem Heile verzweifeln müsse, oder ob er nach dem Maße seiner Buße auf Gottes Güte hoffen dürfe. 14. Nach welchen Früchten ist die wahre Buße zu beurtheilen. 15. Was heißt: „Wie oft soll ich meinem Bruder verzeihen? u. s. w.“1 16. Warum wird die Seele oft von selbst zerknirscht, und warum kann sie oft nicht einmal mit Gewalt dazu gebracht werden. 17. Ist Jemand, der ans Essen denkt, sich dann aber darüber tadelt, der Ängstlichkeit anzuklagen. 18. Ist einem Sünder nach längerer Bußübung in der Brüderschaft ein Amt anzuvertrauen und welches. 19. Soll man auf Jemanden, der im Verdachte einer Sünde ist, Acht haben, damit die Sünde an den Tag komme. 20. Soll ein Sünder die Gesellschaft Andersgläubiger sowohl als auch derer, die einen schlechten Lebenswandel führen, vermeiden. 21. Woher die Zerstreuung und die eiteln Gedanken entstehen, und wie ihnen zu begegnen. 22. Woher die unreinen Träume in der Nacht. 23. Welche Reden als unnütze verurtheilt werden. 24. Was ist Lästerung. 25. Was Verleumdung. 26. Was verdient, wer einen Bruder verleumdet, oder den Verleumder anhört. 27. Wie sollen wir uns zu dem stellen, der den Vorgesetzten verleumdet. 28. Von Solchen, die kühn und ausgelassen antworten. 29. Wie man sich vom Zorne enthalten könne. 30. Wie die böse Begierlichkeit auszurotten ist. 31. Ob es überhaupt nicht erlaubt ist, zu lachen. 32. Woher die unzeitige und übermäßige Schlafsucht und wie zu vertreiben. 33. Woran erkennt man den Gefallsüchtigen. 34. Wie ist der Fehler der Gefallsucht zu [S. 167] vermeiden. 35. Woran erkennt man den Stolzen und wie wird er geheilt. 36. Ob man Ehre suchen darf. 37. Auf welche Weise kann der Träge in Erfüllung der Gebote Eifer erlangen. 38. Über einen Bruder, der sich einem gegebenen Auftrage widersetzt, ihn später aber freiwillig ausführt. 39. Über Einen, der murrend gehorcht. 40. Wie der zu bessern, der seinen Bruder betrübt. 41. Wenn Jener sich nicht entschuldigen will. 42. Wie, wenn sich der Beleidiger entschuldigt, der Beleidigte sich nicht versöhnen will. 43. Wie man auf Den hören soll, der zum Gebete weckt. 44. Welche Strafe verdient, wer zum Gebete aufgeweckt mürrisch oder zornig wird. 45. Wer den Willen des Herrn kennen zu lernen vernachläßigt, verdient nicht weniger Strafe als wer ihn kennt und nicht thut. 46. Ist Der, welcher den Anderen nicht von der Sünde abhält, der Sünde schuldig. 47. Soll man einem Sünder gegenüber schweigen. 48. In wiefern ist die Habsucht verdammlich. 49. Wann ist man hoffärtig. 50. Wer die kostbaren Kleider mit einfachen vertauscht, aber will, daß diese, sei es Mantel oder Schuh, ihm gut stehen, ob der sündige, oder an welcher Krankheit er leide. 51. Was heißt Taugenichts. 52. Wer ruhmsüchtig und wer gefallsüchtig sei. 3. Was ist Befleckung des Fleisches und was Befleckung des Geistes; wie können wir uns davon reinigen, oder worin besteht die Heiligkeit, und wie erlangt man sie. 54. Was ist Eigenliebe, und wie erkennt sich der Eigenliebige. 55. Welcher Unterschied ist zwischen Erbitterung, Muth, Zorn und Grimm. 56. Wer ist hochmüthig, anmaßend, stolz, wer eitel und aufgeblasen. 57. Ob Jemand, der einen unverbesserlichen Fehler hat, besser zu entlassen sei. 58. Ob nur der vorsätzlich Lügende oder auch der aus Unwissenheit die Unwahrheit Sagende gerichtet wird. 59. Ob auch der als Lügner gerichtet werde, der Etwas zu thun Willens war und nicht that. 60. Über Denjenigen, der voreilig Etwas zu thun beschlossen hat, was Gott nicht gefällt. 61. Kann Jemand nicht arbeiten und will auch die Psalmen nicht lernen, was ist mit Dem zu machen. 62. Was hat Der gethan, der verurtheilt wird [S. 168] wie Derjenige, der das Talent verbarg. 63. Was, die wie Jene gerichtet werden, welche über die Letzten murrten. 64. Was heißt Ärgerniß geben, und wie kann man sich davor hüten. 65. Wie bewahrt man Wahrheit in Ungerechtigkeit. 66. Was ist Wetteifer und was Wettstreit. 67. Was ist Unreinigkeit und was Weichlichkeit. 68. Was hat der Zorn und was der gerechte Unwille Eigenthümliches. 69. Über Den, der nicht weniger ißt als die Übrigen, auch keinen schwachen Körper hat und doch über Unvermögen zur Arbeit klagt. 70. Was ist mit Dem zu machen, der seine Kleider und Schuhe mißbraucht. 71. Einige sehen mehr auf gute als auf viele Speise, Andere wollen lieber viele als gute Speisen; wie sind Beide zu behandeln. 72. Über Den, der sich bei Tische ungebührlich benimmt und zu gierig ißt. 73. Über Den, der nicht in der Absicht zu bessern, sondern um sich zu rächen, den Fehlenden straft. 74. Über Diejenigen, welche die Brüderschaft verlassen und ein einsames Leben führen. 75. Ob man den Satan den Urheber aller Sünden sowohl der in Gedanken, Worten als Werken nennen dürfe. 76. Ob man eines Nutzens wegen lügen dürfe. 77. Was ist Arglist, was Bösartigkeit. 78. Wer sind Erfinder des Bösen. 79. Wer sich beständig anklagt, gegen seinen Bruder hart zu sein, wie ist Der zu bessern. 80. Woher kommt es, daß unserm Geiste gute Gedanken und Gott gefällige Sorgen fehlen. 81. Ob die Gewissenhaften ebenso wie die Gleichgiltigen zu bestrafen seien. 82. Ob eine ältere Frau, hat sie dieselbe Sünde wie eine junge begangen, derselben Strafe unterliege. 83. Wie ist Der zu behandeln, der in Vielem recht thut, sich aber in Einem verfehlt. 84. Über Den, der einen unruhigen und verkehrten Charakter hat. 85. Ob man in der Brüderschaft Eigenthum haben dürfe. 86. Was ist mit Dem zu machen, der sagt: „Ich nehme weder Etwas von meinen Brüdern, noch gebe ich ihnen, sondern bin mit dem Wenigen zufrieden, was ich habe. 87. Kann Jemand dem Gesetze entsprechend sein altes Kleid verschenken, wem er will. 88. Was ist zeitliche Sorge. 89. Da geschrieben steht: „Das [S. 169] Lösegeld für das Leben des Mannes ist sein Reichthum“;2 da wir aber keines besitzen, was haben wir da zu thun. 90. Ob man ein Nachtkleid aus Haaren oder einem anderen Stoffe haben darf. 91. Wird ein Bruder, der nichts Eigenes hat, von einem Nackten um seinen Rock gebeten, was soll er thun. 92. Da der Herr die Güter zu verkaufen befiehlt, in welcher Gesinnung soll Das geschehen. 93. Hat Jemand sich seiner Güter entledigt und kein Eigenthum zu haben gelobt, in welcher Gesinnung muß er die zum Leben nothwendigen Dinge wie Kleidung und Nahrung gebrauchen. 94. Über Den, der die Steuern nicht entrichtet hat und zur Brüderschaft kommt. 95. Ob es gut ist, daß die Neueintretenden gleich Aussprüche der heiligen Schrift lernen. 96. Ob man Jedem, der will, erlauben soll, die Schrift zu lernen oder zu lesen. 97. Ob der aufzunehmen ist, der nur einige Zeit bleiben will. 98. Welche Gesinnung soll den Vorgesetzten bei seinen Befehlen und Verordnungen leiten. 99. In welcher Gemüthsverfassung soll der Strafende strafen. 100. Wie sollen wir Die abfertigen, die von draussen kommen und betteln. 101. Über Den, der die Güterverwaltung hat und die Bittsteller. 102. Über Den, der aus irgend einem Grunde aus der Brüderschaft tritt. 103. Da es wohl vorkommt, daß auch ein Älterer strauchelt, ob dieser auch zurechtgewiesen werden muß. 104. Was ist zu beobachten, wenn den Brüdern die Besorgung der Geschäfte anvertraut wird. 105. Ob die Eintretenden sofort Handwerke lernen sollen. 106. Welcher Strafen soll man sich in der Brüderschaft bedienen. 107. Über Den, der in die Brüderschaft einzutreten wünscht. 108. Ob der Vorsteher in Abwesenheit der Vorsteherin mit einer Schwester Das besprechen dürfe, was zur Erbauung im Glauben dient. 109. Ob der Vorsteher mit der Vorsteherin oft und lange reden dürfe. 110. Ob, wenn eine Schwester dem Ältesten beichtet, auch [S. 170] die Älteste dabei sein müsse. 111. Wenn der Älteste ohne Wissen der Ältesten den Schwestern Etwas zu thun befiehlt, ob dann die Älteste mit Recht zürne. 112. Ob der Vorsteher Einen, der in den Gott wohlgefälligen Stand eintreten will, ohne Zustimmung der Brüder aufnehmen könne. 113. Ob Derjenige, dem die Sorge für die Seelen anvertraut ist, den Ausspruch beobachten könne: „Wenn ihr euch nicht bekehrt und wie die Kinder werdet.“3 114. Müssen wir Jedem, der befiehlt, und in Allem, was befohlen wird, gehorchen. 115. Wie man einander gehorsam sein solle. 116. Wie weit sich der Gehorsam erstrecken müsse. 117. Wer mit Dem, was ihm täglich befohlen wird, nicht zufrieden ist, sondern ein Handwerk zu lernen wünscht, was Der für eine Krankheit hat, und ob man ihn dulden solle. 118. Wer sonst eifrig ist, aber nicht thut, was ihm befohlen wird, sondern was er selbst will, welchen Lohn Der hat. 119. Ob Jeder die ihm angewiesene Arbeit ablehnen und sich eine andere erbitten darf. 120. Ob man ohne Auftrag des Vorstehers ausgehen dürfe. 121. Ob man schwerere Arbeiten ablehnen dürfe. 122. Wenn Jemand zur Strafe den Segen nicht empfängt und in Folge dessen nicht essen will, ob Der zu dulden sei. 123. Wenn Jemand sich darüber betrübt, daß ihm Das nicht zu thun gestattet wird, was er nicht gehörig kann, ob man Den dulden solle. 124. Ob Einer, der mit Ketzern und Heiden zusammentrifft, mit ihnen essen oder sie grüssen dürfe. 125. Ob Dem das Geschäft zu belassen, dem es übertragen ist, der aber ohne Auftrag gegen den Befehl handelt. 126. Wie überwindet man die Lust an wohlschmeckenden Speisen. 127. Einige sagen, es sei für den Menschen unmöglich, nicht in Zorn zu gerathen. 128. Ist Jemandem zu gestatten, über seine Kräfte sich zu enthalten, so daß er sogar an der Erfüllung seiner Berufspflicht gehindert wird. 129. Über Jemanden, der zu [S. 171] viel fastet und die gemeinschaftliche Kost nicht ertragen kann 130. Wie soll man fasten, wenn man fasten muß. 131. Ob Der recht handelt, der die Speisen nicht ißt, welche die Brüder essen, sondern andere verlangt. 132. Wenn Jemand sagt: Das ist mir schädlich, und unwillig wird, wenn ihm nichts Anderes gegeben wird, was ist Das. 133. Wenn Jemand über das Essen murrt. 134. Wenn Jemand sich sogar aus Zorn weigert, das Nothwendige zu sich zu nehmen. 135. Ob ein Ermüdeter mehr als gewöhnlich verlangen dürfe. 136. Ob Alle zur Zeit des Essens da sein müssen, und wie Dem zu begegnen, der wegbleibt und nach dem Essen kommt. 137. Ob es recht sei, daß Jemand sich vornimmt, einige Zeit einer gewissen Speise oder eines Getränkes sich zu enthalten. 138. Ob in der Brüderschaft der Eine mehr als der Andere fasten dürfe. 139. Da wir durch vermehrtes Fasten zur Arbeit schwächer werden; müssen wir daher wegen der Arbeit das Fasten oder die Arbeit wegen des Fastens unterlassen. 140. Ist Jemand im Genusse schädlicher Speisen unmäßig gewesen und in Folge dessen in eine Krankheit verfallen, ob man Den verpflegen solle. 141. Ob man Fremde in den Werkstätten zulassen solle. 142. Ob die Handwerker ohne Gutheissung des Vorstehers von Jemandem eine Arbeit annehmen dürfen. 143. Wie sollen die Arbeiter für die ihnen anvertrauten Geräthschaften Sorge tragen. 144. Wenn aber Jemand Etwas aus Nachläßigkeit verliert oder aus Verachtung mißbraucht. 145. Wenn er aber eigenmächtig ein Werkzeug gebraucht oder nimmt. 146. Wenn aber im Falle der Noth der Vorsteher ein Werkzeug verlangt und der Arbeiter es verweigert. 147. Wer in dem Keller oder der Küche oder anderweitig beschäftigt ist und beim Psalmgesange und Gebete nicht gegenwärtig sein kann, ob Der an seiner Seele keinen Schaden leide. 148. Wie weit erstreckt sich die Macht des Kellermeisters. 149. Welches Urtheil trifft den Haushalter, wenn er Etwas aus persönlicher Rücksicht oder Streitsucht thut. 150. Wenn er dem Bruder aus Nachläßigkeit nicht gibt, was er bedarf. 151. Ob es dem Diener erlaubt ist, zu [S. 172] laut zu sprechen. 152. Über Denjenigen, der im Dienste er Küche sich über seine Kräfte abmüht. 153. Wie hat die Schaffnerin mit der Wolle zu verfahren. 154. Tritt der Fall ein, daß wenige Brüder mehreren Schwestern dienen sollen und sie sich von einander getrennt in die Arbeit theilen müssen, ob Das ohne Gefahr sei. 155. Wie im Hospitale die Kranken zu behandeln sind. 156. Muß der Kellermeister oder jeder Andere sein Amt immer behalten, oder Wechsel eintreten. 157. In welcher Gesinnung soll man Gott dienen. 158. In welcher die Strafe ertragen. 159. Wie ist Der beschaffen, der gegen den Strafenden aufgebracht wird. 160. In welcher Gesinnung soll man den Brüdern dienen. 161. Mit welcher Demuth soll man von dem Bruder einen Dienst annehmen. 162. Welche Liebe sollen wir gegen einander haben. 163. Auf welche Weise kann man die Liebe gegen den Nächsten erlangen. 164. Was heißt Das: „Richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden.“4 165. Woran erkennt Jemand, ob er gegen den fehlenden Bruder aus göttlichem Eifer oder aus Zorn aufgebracht ist. 166. Mit welcher Gesinnung muß man Den anhören, der zur Erfüllung des Gebots auffordert. 167. Wie muß die Seele beschaffen sein, welche gewürdigt worden ist, sich ganz mit dem Werke Gottes zu beschäftigen. 168. In welcher Gesinnung soll ein Bruder Kleid oder Schuh, wie sie immer sein mögen, annehmen. 169. Wird ein jüngerer Bruder beauftragt, einen älteren zu unterrichten, wie soll er sich gegen ihn benehmen. 170. Ist auf Den, der mehr, und auf Den, der weniger Gutes thut, gleiche Rücksicht zu nehmen. 171. Betrübt sich aber der Zurückstehende, daß ihm der Frömmere vorgezogen wird, wie ist mit ihm zu verfahren. 172. Mit welcher Furcht, Überzeugung oder Gesinnung sollen wir den Leib des Herrn empfangen. 173. Ob es gestattet ist, während des häuslichen Psalmgesangs Gespräche zu führen. 174. Wie kann man von Herzen und mit Freudigkeit die Gebote des [S. 173] Herrn erfüllen. 175. Woraus geht hervor, daß man den Bruder nach dem Gebote des Herrn liebt. 176. Welche Feinde wird uns zu lieben geboten. 177. Wie sollen die Starken die Gebrechlichkeiten der Schwachen ertragen. 178. Was heißt: „Einer trage des Anderen Last.“5 179. Wie kann man ohne Liebe einen solchen Glauben haben, daß man Berge versetzt, oder alle seine Güter den Armen gibt oder seinen Leib zum Verbrennen überliefert. 180. Mit welcher Gesinnung und Aufmerksamkeit wir anhören sollen, was uns bei Tische vorgelesen wird. 181. Sind zwei Brüderschaften neben einander, von denen die eine arm, die andere aber nicht gern mittheilt, wie soll die arme gegen die nicht mittheilende gesinnt sein. 182. Woran soll man erkennen, daß Jemand den Fehlenden aus Mitleid zurechtweist. 183. Sind Einige in der Brüderschaft uneins, ist es dann nicht gefährlich, der Liebe wegen mit Solchen umzugehen. 184. Wie kann Jemand sowohl beim Ermahnen als Zurechtweisen sich einer verständigen Rede befleissigen und sowohl das Gott als auch denen, zu welchen er spricht, schuldige Verhalten bewahren. 185. Wenn Jemand sieht, daß die Zuhörer seiner Rede zustimmen, und sich darüber freut, wie kann er wissen, ob er sich in guter Gesinnung oder aus Eigenliebe freue. 186 Für welche Freunde wir das Leben hingeben sollen. 187. Ob Jeder von seinen leiblichen Verwandten Etwas bekommen müsse. 188. Wie sollen wir unsere früheren Hausgenossen oder Verwandten ansehen. 189. Wenn sie uns aber zureden und zu den Ihrigen zurückführen wollen, ob wir auf sie hören müssen. 190. Ob wir uns auch der leiblichen Verwandten annehmen sollen, um sie zu retten. 191. Wer ist sanftmüthig. 192. Welches ist die Traurigkeit wegen Gott und welches die weltliche Traurigkeit. 193. Welches ist Freude im Herrn. 194. Welche Traurigkeit müssen wir haben, um der Seligkeit würdig zu werden. 195. Wie thut Jemand Alles zur Ehre Gottes. [S. 174] 196. Wie ißt und trinkt man zur Ehre Gottes. 197. Wie thut die Rechte Etwas, ohne daß es die Linke weiß. 198. Was ist Demuth, und wie erlangen wir dieselbe. 199. Wie erlangt man die Bereitwilligkeit, sich selbst für das Gebot des Herrn Gefahren auszusetzen. 200. Wie können Diejenigen, welche schon im Werke Gottes arbeiten, den Neueintretenden nützen. 201. Wie erlangt man die Nichtzerstreutheit beim Gebete. 202. Kann man in Allem und überall ohne Zerstreuung sein. 203. Besteht in Dem, was nach dem Gebote des Herrn geschieht, für Alle ein und dasselbe Maß, oder hat der Eine mehr, der Andere weniger. 204. Wie verdient man des heiligen Geistes theilhaftig zu werden. 205. Wie sind die Armen im Geiste. 206. Da der Herr befiehlt, nicht besorgt zu sein, was wir essen oder trinken oder womit uns kleiden; wie weit geht dieses Gebot, oder wie wird es erfüllt. 207. Wenn wir also für die Lebensbedürfnisse nicht besorgt sein sollen, so ist das Arbeiten überflüssig. 208. Ob es überhaupt gut ist, Stillschweigen zu üben. 209. Wie können wir die Gerichte Gottes fürchten. 210. Welches ist die von den Aposteln gelehrte ehrsame Kleidung. 211. Welches ist das Maß der Gottesliebe. 212. Wie erlangt man die Gottesliebe. 213. Welches sind die Kennzeichen der Gottesliebe. 214. Worin unterscheidet sich Gutherzigkeit und Güte. 215. Wer ist der von dem Herrn selig gepriesene Friedfertige. 216. Worin müssen wir uns bekehren und wie die Kinder werden. 217. Wie werden wir das Reich Gottes, gleich einem Kind aufnehmen. 218. Welche Einsicht sollen wir von Gott begehren. 219. Wenn uns Jemand Gutes erweist, wie können wir dann sowohl dem Herrn den schuldigen Dank rein und voll als auch dem Wohlthäter nach Gebühr abstatten. 220. Ob man Jedem erlauben soll, sich mit den Schwestern zu unterreden. 221. Da der Herr lehrt, daß wir beten sollen, damit wir nicht in Versuchung gerathen, dürfen wir auch bitten, daß wir nicht von leiblichen Schmerzen befallen werden. 222. Wer ist der Widersacher eines Jeden von uns, oder wie werden wir gutgesinnt gegen ihn. 223. Wer [S. 175] aus einem Gott wohlgefälligen Grunde fasten will und wider seinen Willen von den Menschen gesehen wird, was soll Der thun. 224. Ob auch jetzt noch Einige vor der ersten Stunde, Andere vor der eilften Stunde arbeiten, und wer Diese sind. 225. Da der Herr gesagt hat: „Wo Zwei oder Drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen;“6 wie wir dessen gewürdigt werden können. 226. Da der Apostel sagt: „Man verflucht uns, und wir segnen: man lästert uns, und wir trösten;“7 wie soll der Verfluchte segnen oder der Gelästerte trösten. 227. Ob Jeder Das, was er denkt, Anderen mittheilen oder in der Überzeugung, es gefalle Gott, es für sich behalten soll. 228. Ob man in Allem dem Willen Derjenigen, die Ärgerniß nehmen, nachgeben müsse, oder ob man sich in Manchem nicht verstellen dürfe, auch wenn Einige sich ärgern. 229. Ob man die verbotenen Handlungen Allen aufdecken solle oder bloß Einigen und welchen. 230. Was ist Gottesdienst und was der vernünftige Gottesdienst. 231. Wenn ein Bruder oder selbst auch ein Priester mir Unrecht thut und mich anfeindet, darf ich dann auch gegen ihn die mir gegebenen Gebote der Feindesliebe beobachten. 232. Ist Jemand verletzt und will aus Großmuth und Geduld Dieß Niemandem sagen, sondern das Urtheil Gott überlassen, ob Der auch dem Herrn gemäß handelt. 233. Wenn von allen guten Werken Jemandem eines fehlt, ob er deßwegen nicht gerettet wird. 234. Wie verkündigt Jemand den Tod des Herrn. 235. Ob es nützlich ist, aus der Schrift Vieles auswendig zu lernen. 236. Wie sollen Diejenigen, welche gewürdigt sind, die vier Evangelien auswendig zu lernen, diese Gnade aufnehmen. 237. Welche Seele richtet sich nach dem Willen Gottes. 238. Kann man, ohne von der Abwartung der unreinen leiblichen Bedürfnisse gestört zu werden, unabläßig Psalmen singen oder lesen oder über das Wort Gottes nachdenken. 239. Welches ist der gute und [S. 176] welches der böse Schatz. 240. Warum heißt weit das Thor und breit der Weg, der zum Verderben führt. 241. Wie ist eng das Thor und schmal der Weg, welcher zum Leben führt, und wie gelangt man durch denselben. 242. Was heißt: „Liebet einander mit brüderlicher Liebe!“8 243. Was will der Apostel mit den Worten sagen: „Zürnt, aber sündigt nicht; die Sonne gehe nicht unter über euern Zorn;“ da er doch anderswo sagt: „Alle Bitterkeit, Unwille, Zorn werde entfernt von euch.“9 244. Was heißt: „Gebet dem Zorne Raum.“10 245. Wer ist klug wie die Schlange und einfältig wie die Tauben. 246. Was heißt: „Die Liebe ist nicht unverschämt.“11 247. Welches ist das Rühmen im Herrn und welches das verbotene. 248. Wenn der Herr Weisheit gibt und von seinem Antlitze Kenntniß und Einsicht kommt, wenn durch den heiligen Geist dem Einen das Wort der Weisheit, dem Andern das Wort der Erkenntniß verliehen wird; wie sagt der Herr dann tadelnd zu seinen Jüngern: „Seid auch ihr noch unverständig“12 und beschuldigt der Apostel Einige als „Unverständige.“13 249. Was ist ehrbar und was gerecht. 250. Wie gibt man das Heilige den Hunden oder wirft die Perlen den Schweinen vor; oder geschieht das darauf Folgende: „Damit sie dieselben nicht mit ihren Füßen zertreten, zürnen und zerreissen.“14 251. Warum verbietet der Herr das eine Mal auf dem Wege Beutel und Tasche zu tragen und sagt ein anderes Mal: „Nun aber, wer einen Beutel hat, nehme ihn und zugleich auch die Tasche, und wer kein Schwert hat, verkaufe seinen Rock und kaufe ein Schwert.“15 252. Welches ist das tägliche Brod, um dessen tägliche Verleihung wir zu bitten gelehrt worden sind. 253. Was ist das Talent und wie verwahren wir es. 254. Welches ist der Tisch, auf welchen du, wie der Herr sagt, das Geld hättest legen sollen. 255. Wohin [S. 177] ward dem zu gehen befohlen, der die Worte hörte: „Nimm, was Dein ist und gehe.“16 256. Welches ist der Lohn, den die Ersten und zugleich auch die Letzten empfangen. 257. Welche sind die Spreu, die mit unauslöschlichem Feuer verbrannt wird.17 258. Wer ist Derjenige, der von dem Apostel mit den Worten verdammt wird: „Niemand überliste euch, der da es will vermöge Demüthigung und Dienst“ u. s. w. 259. Wer ist eifrig im Geiste. 260. Da der Apostel einmal sagt: „Werdet nicht unverständig“,18 ein ander Mal: „Werdet nicht klug für euch selbst;“19 ist es da möglich, daß Der, welcher nicht unverständig ist, für sich nicht klug ist. 261. Wie auch die Heiligen Einiges, um was sie bitten, nicht erlangen. 262. Was ist für ein Unterschied zwischen Armuth und Dürftigkeit, und wie sagt David in Wahrheit: „Ich bin arm und dürftig.“20 263. Was will der Herr durch die Beispiele lehren, denen er hinzufügt: „So kann auch Keiner von euch, der nicht Allem entsagt, was er besitzt, mein Schüler sein.“21 264. Was ist Reinheit. 265. Sind die Worte: „Wenn du deine Gabe zum Altare bringst u. s. w.“22 allein für die Priester gesagt. 266. Welches ist das Salz, das der Herr zu haben gebot. 267. Wenn der Eine viele, der Andere wenige Streiche bekommt, wie behaupten denn Einige, es gebe kein Ende der Strafen. 268. In welchem Sinne werden Einige Söhne des Ungehorsams und Kinder des Zornes genannt. 269. Da geschrieben steht: „Thuend den Willen des Fleisches und der Gedanken,“23 ist denn der Wille des Fleisches ein anderer als der der Gedanken und wie Das. 270. Was heißt: „Wir sind rathlos, aber verzweiflen nicht.“24 271. Ob man durch Almosen von allen Sünden gereinigt wird, die man begangen hat. 272. Da es ein Gebot des Herrn ist, nicht ängstlich für den morgigen Tag zu sorgen: wie werden wir das Gebot [S. 178] richtig beobachten. 273. Was thut Jemand, wenn er gegen den heiligen Geist lästert. 274. Wie wird Jemand in dieser Welt ein Thor. 275. Kann der Satan das Vorhaben eines Heiligen verhindern. 276. Was heißt der Ausspruch des Apostels: „Auf daß ihr prüfet, was der Wille Gottes sei, was gut, wohlgefällig und vollkommen.“ 277. Welches ist das Kämmerlein, in welches der Herr dem Betenden zu gehen befiehlt. 278. Wie betet der Geist eines Menschen, und ist sein Verstand ohne Furcht. 279. Was heißt: „Lobsinget mit Einsicht.“25 280. Wer ist reinen Herzens. 281. Soll man eine Schwester, die nicht psalliren will, dazu zwingen. 282. Wer sind Diejenigen, welche sagen: „Wir haben in deiner Gegenwart gegessen und getrunken,“ und dennoch vernehmen: „Ich kenne euch nicht.“26 283. Ist Der, welcher den Willen eines Anderen thut, dessen Genosse. 284. Ist eine Brüderschaft in Folge von Unglück oder Krankheit in Armuth gerathen, kann sie dann ohne Bedenken das Nothwendige von Andern annehmen und, wenn es erlaubt ist, von welchen. 285. Wenn eine Brüderschaft mit der anderen Geschäfte macht, soll sie dann den genauen Werth der Sache fordern. 286. Ob man Denjenigen, der in der Brüderschaft lebt, wann er in eine leibliche Krankheit fällt, in ein Hospital bringen soll. 287. Welches sind würdige Früchte der Buße. 288. Wer seine Sünden bekennen will, muß der sie Allen und Jedem bekennen, oder welchen. 289. Was soll Der thun, der die Sünde bereut hat und wieder in dieselbe gefallen ist. 290. Wie ist man im Werke des Herrn immer vorzüglich. 291. Welches ist das geknickte Rohr und der glimmende Docht; und wie wird man jenes nicht zerbrechen, diesen nicht auslöschen. 292. Ob in einer Brüderschaft ein Lehrer für weltliche Kinder sein soll. 293. Wie ist mit Denen zu verfahren, welche die größeren Sünden vermeiden, die kleinen aber ohne Bedenken begehen. 294. Aus welcher Ursache [S. 179] verliert man das stete Andenken an Gott. 295. Aus welchen Zeichen wird der Zerstreute erkannt. 296. Wie überzeugt sich die Seele, daß sie rein sei von Sünden. 297. Wie soll man sich von den Sünden bekehren. 298. Erlaubt die Schrift das Gute nach eigenem Gefallen zu thun. 299. Wie überzeugt sich die Seele, daß sie vom Ehrgeize frei sei. 300. Welches ist die Weise der Bekehrung, wenn es sich um Unsichtbares handelt; 301. und wenn Jener sagt, mein Gewissen verdammt mich nicht. 302. Darf man auswärtigen Armen von dem eigenen Vorrathe mittheilen. 303. Muß man in der Brüderschaft Dem, was Alle sagen, gehorchen. 304. Darf man für Die, welche der Brüderschaft übergeben wurden, von ihren Verwandten Etwas annehmen. 305. Darf man von Auswärtigen Etwas annehmen entweder aus Freundschaft oder wegen früherer Verwandtschaft. 306. Wie wird die Zerstreuung vermieden. 307. Soll man mit täglicher Abwechselung mit dem Psalmgesang oder mit dem Gebete anfangen. 308. Soll Dem, der einer Brüderschaft gibt, vergolten und die Vergeltung im Verhältniß zu der Gabe eingerichtet werden. 309. Soll Einer, wenn ihm etwas Natürliches begegnet, es wagen, zur Kommunion der Heiligen zu gehen. 310. Darf in einem gewöhnlichen Hause Gottesdienst gehalten werden. 311. Soll man auf Besuch gehen, wenn man eingeladen ist. 312. Sollen Laien, die Besuch machen, zum Gebete hinzugezogen werden. 313. Sollen wir arbeiten, wenn uns Einige besuchen.

1: Matth. 18, 21.
2: Sprüchw. 13, 8.
3: Matth. 18, 3.
4: Luk. 6, 37.
5: Galat. 6, 2.
6: Matth. 18, 20.
7: I. Kor. 4, 12.
8: Röm. 12, 10.
9: Ephes. 4, 26 und 31.
10: Röm. 12, 19.
11: I. Kor. 13, 5.
12: Matth. 15, 16.
13: Röm. 1, 31.
14: Matth. 7, 6.
15: Luk. 10, 4 und 22, 36.
16: Matth. 20, 14.
17: Matth. 3, 12.
18: Ephes. 5, 17.
19: Röm. 12, 16.
20: Ps. 39, 18 [Hebr. Ps. 40, 18].
21: Luk. 14, 33.
22: Matth. 5, 23.
23: Ephes. 2, 3.
24: II. Kor. 4, 8.
25: Ps. 48, 8 [Hebr. Ps. 49, 8].
26: Luk. 13, 26 u. 27.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger