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Leo der Grosse († 461) - Sämtliche Sermonen (Sermones)
Sermo I-V: Dankrede Leos nach seiner Konsekration zum Papste. - Vier Festpredigten zur Jahrestagsfeier seiner Erhebung auf den Stuhl Petri.
Sermo II. 1. Festpredigt zur Jahresfeier seiner Erhebung auf den Stuhl Petri.

2.

"Lobpreiset also, Geliebteste, den Herrn mit mir und laßt uns vereint seinen Namen rühmen!"1 . Muß doch der ganze Zweck des heutigen Festes eine Verherrlichung dessen sein, der es geschaffen hat. Soll ich aber von den Gefühlen sprechen, die namentlich mich beseelen, so gestehe ich offen, dass mir die Ergebenheit, die ihr alle zeigt, die größte Freude bereitet. Wenn ich hinschaue auf diese hochansehnliche Versammlung meiner verehrungswürdigen Mitpriester, so fühle ich, dass Scharen von Engeln inmitten so vieler heiliger Männer sind. Auch von der unter uns weilenden Gottheit werden wir zweifellos heute mit reichen Gaben bedacht, da so viele der herrlichsten "Gezelte Gottes" so viele der hervorragendsten "Glieder des Leibes Christi" vereint sind und im gleichen Tugendglanze strahlen. Ebenso waltet nach meiner festen Überzeugung des hochseligen Apostels Petrus väterliche Huld und treubesorgte Liebe über unserem Kreise. Verschmäht doch der nicht eure Unterwürfigkeit, dem ihr durch eure Zusammenkunft Verehrung erweisen wollt. Auch er freut sich also über eure Anhänglichkeit. Mit Wohlgefallen sieht er an der Fortdauer seines hohen Amtes, dass man an der vom Herrn getroffenen Einrichtung festhält. Beifall zollt er der ihm von der ganzen Kirche entgegengebrachten wohlgeordneten Verehrung, die auf den "Stuhl Petri" einen "Petrus" setzt und selbst bei einem so unähnlichen Erben in ihrer Liebe zu einem so großen Hirten nicht erkaltet. Diese Ergebenheit, die ihr, Geliebteste, einmütigen Sinnes meiner geringen Person bezeigt, soll aber auch die entsprechenden Früchte tragen! Richtet darum an unseren so erbarmungsreichen und gütigen Gott die inständige Bitte, er möge die heutzutage wider uns Kämpfenden niederkämpfen, unseren Glauben festigen und die Liebe und den Frieden mehren! Bittet ihn, er möge mir, seinem armseligen Diener, der nach seinem Willen zur Offenbarung seiner reichen Gnade das Steuer seiner Kirche führen soll, die Eigenschaften verleihen, die nötig sind, um einer so gewaltigen Aufgabe gerecht zu werden und euerer Erbauung dienen zu können! Bittet ihn zu dem Zwecke, die Dauer meines Amtes auszudehnen, damit jeder Tag, den er meinem Leben schenkt, zur Förderung der Frömmigkeit beiträgt! Durch Christus unseren Herrn. Amen.

1: Ps 33,4

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
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