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Apologeten, Frühchristliche - An Autolykus (Ad Autolycum)
Zweites Buch: Widersinnigkeit des Heldentums und Erhabenheit der christlichen Wahrheit

20. Der biblische Bericht über das Paradies und die Bildung des Weibes.

Den Wortlaut der hl. Geschichte hat die Schrift in folgender Weise: „Und Gott pflanzte einen Lustgarten in Eden gegen Morgen und setzte darein den Menschen, den er gebildet hatte. Und Gott brachte aus dem Boden hervor allerlei Bäume, schön zu schauen und lieblich zu essen; auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Und ein Fluß ging aus vom Lustort, zu bewässern den Garten. Von dort an teilt er sich in vier Hauptströme. Der Name des einen ist Phison; dieser ists, der umfließt das ganze Land Evilat; dort also ist das Gold; das Gold dieses Landes ist sehr gut; da findet man auch Bdellium und den Stein Onyx. Und der Name des andern Flusses ist Geon. Dieser umfließt das ganze Land Äthiopien. Und der dritte Fluß ist der Tigris; der geht nach Assyrien. Der vierte Fluß ist der Euphrat. Und es nahm Gott, der Herr, den Menschen und setzte ihn in den Lustgarten, auf daß er ihn bebaue und bewahre. Und Gott gebot dem Adam und sprach: Von jedem Baum im Garten magst du essen, aber vom Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen sollt ihr nicht essen; an welchem Tage aber ihr davon esset, werdet ihr des Todes sterben. Auch sprach Gott der Herr: Es ist nicht gut für den Menschen, daß er allein sei; lasset uns ihm eine Gehilfin machen, die ihm ähnlich sei. Und Gott bildete aus Erde ferner noch alle Tiere des Feldes und alles Geflügel des Himmels und führte sie zu Adam; und wie sie – jedes lebende Wesen – Adam nannte, das ist jedesmal ihr Name. Und Adam nannte mit Namen alles Vieh, alles Geflügel des Himmels und alle Tiere des Feldes. Aber für Adam fand sich keine Gehilfin, die ihm ähnlich war. Und Gott ließ Bewußtlosigkeit über Adam kommen und ihn einschlafen und nahm eine von seinen Rippen und füllte ihre Stelle mit Fleisch aus. Und Gott der Herr baute aus der Rippe, die er von Adam genommen, ein [S. 51] Weib und führte es zu Adam. Und Adam sprach: Das ist nun Bein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch; die soll Männin heißen, weil sie von ihrem Manne genommen ist. Darum wird der Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und es werden Zwei zueinem Fleische werden. Und es waren beide nackt, Adam und sein Weib, und schämten sich nicht.“

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger