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Zeno von Verona (um 370) - Traktate (Predigten und Ansprachen)
Buch 1
Traktat XIV. Von der Auferstehung.

10.

Im übrigen stirbt auch das Samenkorn jeder Getreideart, wenn es in die Erde gesenkt wird, ab und doch lebt in ihm das, was in ihm geborgen ist, wieder auf; es erleidet den Tod nicht bis aufs Mark, sondern es läßt seine Zeugungskraft in den Keim ausströmen; und indem es die Hülle des früheren Körpers sprengt [S. 197] oder vielmehr auf die Ansprüche einer besseren Natur überträgt, erhebt es sein fruchtbares Haupt, geschmückt mit grünenden Ähren, gleichsam von der Unterwelt aufgetaucht in die Höhen, um in vielfältiger Frucht den Ruhm der Fortdauer davonzutragen. Das hat Paulus bestätigt, wenn er dazu bemerkt: „Tor! Das, was du säest, wird nicht lebendig gemacht, wenn es nicht gestorben ist." Und er fügt bei: „So verhält es sich auch mit der Auferstehung der Toten; gesät wird der Leib in Vergänglichkeit, auferstehen wird er in Unvergäng-lichkeit; gesät wird er in Unehre, auferstehen wird er in Herrlichkeit; gesät wird er in Schwachheit, auferstehen wird er in Kraft; gesät wird ein seelischer Leib, auferstehen wird ein geistiger Leib."1 Ich glaube, daß nunmehr die Wahrheit der Auferstehung für jedermann klar ist.

1: 1 Kor. 15, 36. 42-44.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger