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Augustinus (354-430) - Ausgewählte Briefe (Erster Teil)
Zweites Buch. Briefe von Augustins Erhe­bung zur Bischofswürde bis zu seiner Disputa­tion mit den Donatisten und der Entdeckung der pelagianischen Irrlehre in Afrika (396—410).
XLIII. (Nr. 95.) An Paulinus und Therasia

9.

Das ist meine Ansicht1. Wenn du indessen dir schon eine Ansicht gebildet hast, die der Wahrheit näher kommt, oder von gelehrten Männern eine solche hören kannst, so erwarte ich sehnlichst, sie durch dich zu vernehmen. Durchgehe nochmals meinen Brief2, da du durch die Eile des Diakons3 dich zu sehr eiliger Antwort veranlaßt sähest. Ich klage darüber nicht, sondern erwähne es nur, damit jetzt geschehe, was damals unterblieben ist. Sieh nach und beachte, was ich von dir zu wissen begehrte hinsichtlich deiner Ansicht über die Muße, die der Christ bedarf, um christliche Weisheit zu erlangen und über sie Erörterungen zu pflegen, sowie hinsichtlich der Muße, die, wie ich annahm, dir zu Gebote stehe, während mir nun mitgeteilt wurde, daß du unglaublich beschäftigt seiest.

Seid unser eingedenk und lebet glücklich, ihr, die ihr uns eine große Freude und eine Tröstung des heiligen Gottes seid4.

1: Der hl. Augustinus scheint sich hier zu der Ansicht hinzuneigen, daß die Engel einen feinen Ätherleib hätten. Zn seiner Zeit hatte die Kirche über diese Frage noch nicht entschieden, obwohl die meisten Kirchenlehrer die rein geistige Natur der Engel lehren. Das vierte Laterankonzil spricht sich indessen so bestimmt für die rein geistige Natur der Engel aus, daß heute die entgegengesetzte Lehre entschieden als unkirchlich zu bezeichnen wäre, um so mehr, als auch das vatikanische Konzil (3. Sitzung, 1. Kap.) die Lehre des vierten Laterankonzils wiederholt erklärt.
2: Dieser Brief ist nicht erhalten
3: Der den Brief des Paulinus an Augustinus zu überbringen hatte.
4: Dieser Satz trägt die Vorbemerkung: „Von anderer Hand.“ Wahrscheinlich hat ihn Augustinus, wie das auch bei den ebenfalls diktierten Briefen der Apostel häufiger vorkam, eigenhändig seinem Diktate beigefügt.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger