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Cyrill von Jerusalem († 387) - Katechesen an die Täuflinge (Procatechesis et Catecheses ad illuminandos)
XVIII. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über die Worte: „und an eine heilige, katholische Kirche, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben".

17.

Wollten wir auf die einzelnen wunderbaren Begebenheiten eingehen, dann hätten wir noch viel zu sagen. Da ihr aber wegen des strengen Fastens am Karfreitag1 und infolge der Wachen ermüdet seid, seien jene Beispiele einstweilen nur vorübergehend erwähnt — eine kleine Saat, die ihr als ein herrlicher Boden aufnehmen sollt, um reichliche Früchte zu bringen. Daran sei noch erinnert, daß auch die Apostel Tote erweckt haben. Petrus erweckte die Tabitha in Joppe2, Paulus den Eutychus in Troas3, auch alle übrigen Apostel [S. 349] wirkten Totenerweckungen; allerdings sind nicht alle Wunder aufgeschrieben, die jeder gewirkt hat. Denket an all das, was Paulus im ersten Briefe an die Korinther geschrieben hat als Antwort auf die Frage: „Wie sollen die Toten auferstehen? In welchem Leibe werden sie kommen?“4 Denket an das Wort: „Wenn die Toten nicht auferstehen, ist auch Christus nicht auferstanden“5! Denket daran, daß er die, welche nicht (an die Auferstehung) glaubten, als „Toren“ bezeichnete!6 Rufe dir die ganze dortige Lehre über die Auferstehung von den Toten ins Gedächtnis! Erinnere dich an sein Wort im Briefe an die Thessaloniker: „Wir wollen euch, Brüder, nicht in Unkenntnis über die Entschlafenen lassen, damit ihr euch nicht betrübet, wie die anderen Menschen, welche keine Hoffnung haben“7, und an alle die folgenden Worte, vor allem aber an die Erklärung: „Die Toten, die in Christus gestorben sind, werden zuerst auferstehen“8.

1: Schon bei Tertullian (De ieiun. 2) erscheinen die Tage, in quibus ablatus est sponsus (Matth. 9, 15), nämlich Charfreitag und Charsamstag, als allgemein gültige Fasttage. Nach Eusebius (Kirchengesch. 5, 24) fasteten zur Vorbereitung auf das Osterfest „die einen nur einen Tag, die anderen zwei, andere noch mehrere Tage, andere nahmen 40 Stunden des Tages und der Nacht zusammen“. Die „Apostolischen Constitutionen“ verordnen in 5, 18: „Am Freitag und Samstag (vor Ostern) sollt ihr, wenn es die Gesundheit gestattet, gar nichts genießen bis zum nächtlichen Hahnenruf !“
2: Apg. 9, 40.
3: Ebd. [Apg.] 20, 10.
4: 1 Kor. 15, 35.
5: Ebd. [1 Kor.] 15, 16.
6: Ebd. [1 Kor.] 15, 36.
7: 1 Thess. 4, 13.
8: Ebd. [1 Thess.] 4, 16.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger