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Cyrill von Jerusalem († 387) - Katechesen an die Täuflinge (Procatechesis et Catecheses ad illuminandos)
XV. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über das Wort: „und der kommen wird in Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten, dessen Reich kein Ende haben wird". Über den Antichrist.

26.

Wahrhaft furchtbar wird das Gericht sein, und man hat in anbetracht dessen, was angekündigt worden ist, Ursache, zu zittern.Ein Himmelreich ist in [S. 281] Aussicht gestellt, ewiges Feuer ist bereitet. Wie können wir — wird man fragen — dem Feuer entfliehen? Wie können wir in das Reich gelangen? „Ich war hungrig“ — antwortet der Herr — „und ihr habt mir zu essen gegeben“1. Merket euch den Weg! Es bedarf da keiner Umdeutung, sondern da heißt es: das Wort erfüllen! „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mich getränkt; ich war fremd, und ihr habt mich beherbergt; ich war nackt, und ihr habt mich bekleidet; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen“2. Tust du das, dann wirst du an der Regierung (des Herrn) teilhaben; tust da es nicht, dann wirst du verdammt werden. Mache jetzt bereits den Anfang! Harre aus im Glauben, damit du nicht wie die törichten Jungfrauen, wenn du Öl kaufen willst, ausgeschlossen werdest!3 Sei nicht schon damit zufrieden, daß du die Lampe hast! Sorge dafür, daß sie auch immer brenne! Lasse das Licht deiner guten Werke vor den Menschen leuchten!4 Christus soll nicht deinetwegen gelästert werden! Trage das Kleid der Unverweslichkeit, sofern du dich durch gute Werke auszeichnest! Die Verwaltung, welche dir Gott überträgt, übe nutzbringend aus! Sind dir äußere Güter anvertraut, verwalte sie gut! Ist dir der Lehrberuf anvertraut, leite richtig die Seelen deiner Zuhörer! Hast du das Zeug zu einem Vorsteher, mache einen eifrigen Vorsteher! Für einen guten Verwalter gibt es viele Türen. Möge keiner von uns verurteilt und verstoßen werden, damit wir mit Vertrauen dem ewigen König Christus, der in Ewigkeit regiert, entgegengehen können! In Ewigkeit ist nämlich König der Richter der Lebenden und der Toten, da er für die Lebenden und die Toten gestorben ist. Paulus sagt nämlich: „Denn dazu ist Christus gestorben und ins Leben zurückgekehrt, daß er über die Toten und Lebenden herrsche“5.

1: Matth. 25, 35.
2: Ebd. [Matth.] 25, 35. 36.
3: Vgl. [ebd.] Matth. 25, 10―12.
4: Vgl. ebd. [Matth.] 5, 16.
5: Röm. 14, 9.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger