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Cyrill von Jerusalem († 387) - Katechesen an die Täuflinge (Procatechesis et Catecheses ad illuminandos)
XV. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über das Wort: „und der kommen wird in Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten, dessen Reich kein Ende haben wird". Über den Antichrist.

16.

Da der Herr die Größe des Gegners kannte, gibt er den Frommen gewisse Freiheit, sofern er sagt: „Alsdann mögen die, welche in Judäa sind, in das Gebirge fliehen!“1 Wenn aber einer sich bewußt ist, fest genug zu sein, gegen den Satan zu kämpfen, der halte stand! Ich vertraue nämlich fest auf die Nervenkraft der Kirche. Und er möge sprechen:„Wer wird uns trennen von der Liebe zu Christus? . . .“2 Sind wir furchtsam, dann wollen wir uns in Sicherheit bringen; sind wir mutig, dann wollen wir standhalten! „Alsdann wird sein große Trübsal, wie sie von Anbeginn der Schöpfung bis jetzt nicht war und fürwahr nicht sein wird“3. [S. 272] Doch Gott sei Dank, daß er die große Trübsal auf wenige Tage beschränkt! Er erklärt nämlich: „Um der Auserwählten willen werden aber jene Tage abgekürzt werden“4. Nur dreieinhalb Jahre wird der Antichrist regieren. Diese Lehre entnehmen wir nicht apokryphen Schriften, sondern Daniel, der sagt: „Und es wird in seine Hände gegeben werden bis zu einer Zeit und auf Zeiten und auf die Hälfte einer Zeit“5. „Die Zeit“ ist das eine Jahr, an welchem immer noch der Erschienene an Macht wachsen wird. „Zeiten“ sind die zwei übrigen von den Jahren seiner Gottlosigkeit, deren im ganzen drei gezählt werden. Unter der „Hälfte einer Zeit“ sind die sechs Monate zu verstehen. An einer anderen Stelle sagt Daniel dasselbe: „Und er schwor bei dem ewig Lebendigen: auf eine Zeit und auf Zeiten und auf die Hälfte der Zeit“6. Hierauf beziehen einige wohl auch das folgende Wort: „Zwölfhundertneunzig Tage“7, ferner die Worte: „Selig, wer ausharrt und bis zu dreizehnhundertfünfunddreißig Tagen gelangt“8. Daher wird es notwendig sein, sich zu verbergen und zu fliehen. Wohl werden wir nämlich bis zur Ankunft des Menschensohnes „die Städte Israels nicht vollenden“9.

1: Matth. 24, 16.
2: Röm. 8, 35.
3: Matth. 24, 21.
4: Matth. 24, 22.
5: Dan. 7, 25.
6: Ebd. [Dan.] 12, 7.
7: Ebd. [Dan.] 12, 11.
8: [Ebd.] Dan. 12, 12.
9: Vgl. Matth. 10, 23.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger