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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Sechstes Buch
XVII. Kapitel

157.

1. Denn vieles im Leben tritt doch gewiß in die Erscheinung auch infolge der Überlegung eines Menschen, nachdem es den ersten Keim von Gott empfangen hatte.

2. So kommt z.B. die Gesundheit durch die Heilkunst und das körperliche Wohlbefinden durch die Übung in den Ringschulen und der Reichtum durch die Kunst, sich ein Vermögen zu erwerben, zustande und tritt so in Erscheinung zwar entsprechend der göttlichen Vorsehung, aber doch unter Mitwirkung von Menschen.

3. Von Gott kommt aber auch die Einsicht. Dementsprechend gehorcht dem Willen Gottes vor allem das Streben der guten Menschen. Deshalb sind viele Vorzüge den guten und den schlechten Menschen gemeinsam, aber trotzdem gereichen sie zum Nutzen nur den Guten und Edlen, derentwegen Gott sie geschaffen hat.1 Denn zum Gebrauch durch die Guten ist die Wirkung der göttlichen Gaben geschaffen.

4. Aber auch die Vorstellungen der tugendhaften Menschen entstehen unter dem Einfluß des göttlichen Geistes, indem die Seele in einer bestimmten Richtung beeinflußt und der göttliche Wille in die menschlichen Seelen eingesenkt wird, wobei die für die einzelnen Aufgaben bestimmten göttlichen Diener bei den Dienstleistungen dieser Art mithelfen.

5. Denn auf die Völker und Städte ist die Fürsorge der Engel verteilt;2 vielleicht sind aber auch einigen einzelnen Menschen einzelne Engel zugeordnet.

1: Chrysippos Fr. mor. 673 v. Arnim.
2: Vgl. Dtn 32,8 (Hebr 1,14)

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger